Kölner trainieren Athletik mit Theraband und Tennisbällen

Training in der Länderspielpause bedeutet für die Profiteams: Weniger Spieler im Training! Das Niveau (gemessen an der Anzahl der zur Verfügung stehenden Spieler) gleicht sich also etwas dem Amateurtraining an.

sdr

Beim 1. FC Köln stand die Einheit vor allem im Zeichen der Athletik. Die Profis verbrachten rund die Hälfte des Trainings mit Athletiktrainer Max Weuthen, der koordinativ, stabilisierend und auch im kognitiven Bereich arbeitete. Zuvor befanden sich die Profis noch im Kraftraum des Geißbockheims.

Die Profis begonnen das Training mit lockeren Koordinationsübungen zwischen zwei Hütchen (etwa sechs Meter Abstand):

– Sprünge (Hopserlauf, Sprungläufe, Sprünge aus dem Fußgelenk mit beiden Beinen)
– Standwaage auf beiden Seiten
– Skippings und Kniehebeläufe
– Schnelle seitliche Sprünge

Weitere Trainingsreports vom 1.FC Köln findest Du hier (hier klicken)!

Anschließend fanden sich die Spieler in 2er-Teams zusammen, um Übungen mit dem Theraband zu absolvieren. Das Band wurde um einen Spieler gebunden, der andere hielt dagegen und erzeugte somit einen Widerstand (Schnellkrafttraining):

– Schnelle seitliche Schritte in tiefer (!) Position (Video 1)

– Drei schnelle seitliche Schritte in tiefer Position, danach direkt in den festen Stand (kurz verharren) (Video 2)

Weitere Trainingsreports von anderen Vereinen findest Du hier (hier klicken)!

Danach gingen die FC-Profis an eine bereits aufgebaute Station. In zwei Reihen waren jeweils ein blaues, weißes und ein gelbes Hütchen nebeneinander aufgebaut. Die Spieler positionierten sich in der Mitte (weißes Hütchen) und bewegten sich im Seitschritt zügig zum aufgerufenen Hütchen (blau oder gelb). (Video 3)

Im nächsten Schritt, nachdem jeder Spieler etwa zwei bis drei Mal die Übung durchgeführt hat, wird jeweils ein Tennisball auf dem gelben und blauen Hütchen platziert. Nun wird wieder auf Zuruf zu einem der Hütchen gelaufen (im Seitschritt).

Wird das gelbe aufgerufen, so läuft der Spieler zum gelben Hütchen, nimmt den Ball und sprintet anschließend etwa 20 Meter ins Feld. (Video 4)

Ruft der Trainer hingegen das blaue Hütchen auf, so läuft der Spieler zunächst zum blauen Hütchen (Ball nehmen), anschließend zum gelben Hütchen (Ball nehmen) und absolviert danach den Sprint zur Spielfeldmitte. (Video 5)

Man kann diese Übung wunderbar variieren, indem man beispielsweise die Bedeutungen der Farben umkehrt. So wird die Aufgabe für die Spieler kognitiv noch anspruchsvoller.

Die Spieler des FC gingen nach den Maximalsprints erst einmal in ein Kreisspiel (Video 6), ehe es im doppelten Sechszehner zur Sache ging. Gerade das Kreisspiel ist in diesem Fall nicht unwichtig, da maximale Sprints immer eine ausgiebige Pause nach sich ziehen sollten. So macht es Sinn, dass die Spieler hier ein wenig runterkommen, ehe es in die nächste Belastung geht.

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Im doppelten Sechszehner wurde ein Überzahlspiel gespielt. Die Ballbesitzmannschaft (die nach jeder Pause wechselt) erhält einen freien Spieler (blaues Leibchen) und muss jeweils einmal über beide Torhüter kombinieren, ehe sie zum Torabschluss übergehen darf. Die gegnerische Mannschaft soll konsequent pressen und somit Fehler provozieren und darf nach Ballgewinn sofort auf’s Tor gehen. (Video 6 +7)

Die Übung eignet sich gut, um auch die Torhüter an ein gepflegtes Aufbauspiel zu gewöhnen. Außerdem provoziert sie sehr gut spielnahe Pressingsituationen und viele Torabschlüsse, da die Ballbesitzmannschaft auf engem Raum unter ständigem Druck steht.

von Jannis Fabian Kruck

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