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25. November 2010

Einleitung

Teambuilding ist ein Schlagwort, das in der heutigen Wirtschaftswelt sehr häufig fällt. In vielen Unternehmen wissen die Verantwortlichen, dass Top-Leistungen nur mit funktionierenden Teams erbracht werden können. Regelmäßige Schulungen in diesem Bereich sind deswegen selbstverständlich.

Seltsamerweise ist das Teambuilding im Fußball erst in den letzten Jahren zu einem prominenten Thema geworden. In der Bundesliga haben Trainer wie Ralf Rangnick, Mirko Slomka und Jürgen Klopp dazu beigetragen, dass die Teamstrukturen professional analysiert werden. Professionelles Teambuilding ist der Intuition des Trainers im Regelfall überlegen, da alle Maßnahmen rational begründet werden können.

Eine Fußballmannschaft ist erst einmal nicht mehr als eine Gruppe von 15-20 Einzelspielern. Auf dem Platz müssen diese Einzelspieler aber zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen. Bei der klassischen Trainerarbeit wurde diesem Aspekt meist keine ausdrückliche Beachtung geschenkt. Das heißt aber nicht, dass früher kein Teambuilding in Fußballmannschaften stattfand. Allerdings gab es nur wenige Maßnahmen, die konsequent auf diesen Zweck ausgerichtet waren. Die Teamentstehung wurde als Prozess durchaus wahrgenommen, aber sie wurde wenig hinterfragt und kaum gesteuert.

Auch heute kann eine Fußballmannschaft erfolgreich sein, ohne dass auch nur eine einzige Teambuilding-Maßnahme durchgeführt worden ist. Doch es kommt mindestens genauso häufig vor, dass Mannschaften nicht funktionieren, aber die Ursachen unklar bleiben. Mit einer umfassenden Teamanalyse, die ein wichtiger Teil jedes Teambuilding-Prozesses ist, kann dieses Manko behoben werden.

Professionelle Teambuilding-Maßnahmen können sehr hilfreich sein. Sie können Reizpunkte setzen und der Mannschaft und dem Trainer neue Anregungen geben. Allerdings ist es zumindest in den unteren und mittleren Amateurbereichen aus Kostengründen unrealistisch, die gesamte Teamentwicklung professionell begleiten zu lassen. Deswegen kommt dem Trainer eine besondere Bedeutung zu, denn er muss bei den Spielen und insbesondere im Training die Mannschaft formen. Ein Trainer sollte sich deswegen in diesem Bereich stets weiterbilden, sei es mit einschlägiger Literatur oder durch den Besuch von Seminaren.

In diesem Special werden im ersten Teil einige grundlegende Aspekte der Theorie behandelt. Im zweiten Teil geht es um praktische Beispiele, die vor allem für aktive Trainer interessant sind. Schließlich folgen noch einige Links zu professionellen Anbietern.

Dieses Special kann nur einen ersten Einblick in das umfangreiche Thema Teambuilding bieten. Der Leser ist dazu aufgerufen, die gewonnen Einsichten selbstständig zu vertiefen.