2.16. Zusammenspiel und technisch-taktische Grundlagen

Alle bisher trainierten Grundlagen – individuelle Technik-Taktik-Verknüpfungen und Grundlagen des Zusammenspiels – werden in der heutigen Einheit nochmal abgerufen. Einerseits dient dies der Überprüfung des individuellen Könnensstandes. In einer der wöchentlichen Trainingseinheiten kann auf Basis dessen ein Stärken-Schwächen-Training angeboten werden, in dem jeder Spieler für sein Stärken-Schwächenprofil passen Trainingsformen absolviert und so gezielt individuell verbessert wird.

Andererseits schließt diese Einheit die Grundlagenausbildung ab. Zwar müssen die bisherigen Inhalte immer wieder aufgefrischt werden, aber darauf basierend werden zukünftig neue Elemente integriert: gruppentaktische Mittel des Angriffs und in der Abwehr. Insofern ist diese Einheit der Abschluss der ersten beiden Themenblöcke, der Inhaltsblock “Gruppentaktik” folgt ab nächster Woche.

Tempo-Dribbling im Zick-Zack-Kurs

Slalomlauf zur Verbesserung der Balltechnik

Organisation und Ablauf

• Die Spieler stehen aufgeteilt an die beiden Starthütchen in der Reihe, der jeweils erste Spieler mit Ball.
• Die beiden Startspieler laufen gleichzeitig los und dribbeln das jeweils rechte Hütchen des Hütchenquadrats an. Alle weiteren Bewegungen laufen parallel (Abb.: nur ein Dribbelweg ist eingezeichnet).
• Wenden am ersten und zweiten Hütchen der näheren Grundlinie, Finte vor der Stange in der Mitte, wenden an den beiden Hütchen der entfernteren Grundlinie.
• Dann entlang der Grundlinie nach innen ziehen, Pass durch das Feld zum nächsten wartenden Spieler, dieser nimmt in die Bewegung mit. Der Passempfänger beginnt nun nach links.
• Endlosrundlauf: Je zwei Spieler dribbeln synchron zu einer Seite, die beiden Passempfänger dribbeln zur anderen Seite weg.

Hinweise

• Zur Schulung der Beidfüßigkeit die Seiten gezielt ansteuern (s. Abb.), damit die Richtungswechsel einmal mit dem rechten und einmal mit dem linken Fuß eingeleitet werden.
• Viele Wiederholungen: Kleine Gruppen mit maximal 6 Spielern, dafür parallele Felder aufbauen.
• Mit simuliertem Gegner: Nach dem Pass läuft der Passgeber als passiver Gegner mit und sichert jedes Hütchen. So wirkt die Situation für den Dribbler realistischer.
• Technikvariationen je nach Vorgabe des Trainers. Vor allem viele verschiedene Richtungswechsel sorgen für Abwechslung.

Variationen

• Verschiedene Richtungswechsel am Hütchen (= seitlich stellender Gegner): s. Montagseinheit 1 bis 4.
• Verschiedene Richtungswechsel an der Stange in der Mitte des Feldes (= frontal stellender Gegner): s. Montagseinheit 17.
Passtechniken: Innenseite und Innenspann.
• Mitnahmetechniken: Alle Techniken bei frontalen Zuspielen, s. Montagseinheiten 18 bis 20.
Mitnahmetechniken aus geschlossener Stellung (s. Montagstraining 21/22): Der Ballbesitzer läuft nach dem Parcours zum nahegelegenen Starthütchen weiter, der Passempfänger wartet auf der Grundlinie zwischen den Hütchen und muss aus der geschlossenen Stellung mitnehmen. Bei veränderten Laufmustern können problemlos Ballmitnahmen um 180° trainiert werden.

Trainingsspiel 1-gegen-1 und 5-gegen-5

Spielform 5 gegen 5

Organisation und Ablauf

• Die Spieler werden in drei Teams (je 4-5 Spieler, 2 Torhüter separat) eingeteilt, die beiden Hauptteile laufen parallel ab.
• Hauptteil 1: Eine Mannschaft trainiert das Abschütteln des Gegners im 1-gegen-1. Ablauf und Hinweise siehe Montagseinheit 3.
• Hauptteil 2: Die beiden anderen Teams spielen im kleinen Feld auf zwei Tore mit Torhütern 5-gegen-5, siehe Abschluss der Montagseinheit 22.

Hinweise

• Im Idealfall coacht an jeder Station je ein Trainer.
• Das 1-gegen-1 ist sehr intensiv! Jeder Spieler ist 2x an der Reihe, dann mit der nächsten Mannschaft aus dem 5-gegen-5 wechseln. Jedes Team ist 2x an der 1-gegen-1-Station.
• Ziel an der 1-gegen-1-Station: individuelle Lösungen gegen einen frontal/seitlich stellenden Gegner, Ballmitnahmen, Doppelpass.
• Ziel 5-gegen-5-Station: Anwendung aller individuellen Grundlagen (Richtungswechsel, Mitnahmen, Passqualität, Lösen zum Anspiel auf Lücke, Spielübersicht) und aller trainierten Grundlagen des Zusammenspiels (Verteilung der Anspielstationen, Doppelpass, usw.) im engen Raum.

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