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Techniktraining im Fußball

Fußball gehört zu den beliebtesten Sportarten überhaupt. Aber was für Außenstehende oft so leicht und selbstverständlich aussieht, ist mit sehr viel Arbeit und Disziplin verbunden. Das weiß jeder, der selbst schon einmal an einem Fußballtraining teilgenommen hat. Dieses wird zumeist in Taktik, Ausdauer, Schnelligkeit, Torschussund Technik unterteilt.

Denn nur wenn diese Bereiche ausreichend abgedeckt und immer wieder geübt werden, lassen sich die Übungen verinnerlichen und in bestimmten Situationen im Spiel anwenden. Techniktraining sollte immer ein fester Bestandteil im Fußballtraining sein. Denn dadurch lernen die Spieler zunächst die Grundlagen im Umgang mit dem Ball (Ballannahme und Ballmitnahme). Und wenn diese beherrscht werden, können zum Beispiel einige Fintentrainiert werden, die im Spiel den entscheidenden Unterschied und genau den einen Meter Platz bringen können, um zu einem Torabschluss zu kommen.

Inhaltsverzeichnis

1. Was ist Techniktraining?

2. Keine Technik ohne ausreichend Kondition

3. Techniktraining – Übung macht auch hier den Meister

4. Techniktraining – Schritt für Schritt steigern

5. Techniktraining – immer auch mit Spaß verbinden

6. Wieso ist Techniktraining wichtig?

7. Gibt es beim Techniktraining Unterschiede bezogen auf die Positionen?

8. Ab welchem Alter ist Techniktraining sinnvoll/nötig?

9. Fußballtraining – häufige und seltene Techniken

10. Welche Übungen gibt es? Kann das Techniktraining auch spielerisch erfolgen?

11. Vor- und Nachteile von Techniktraining im Fußball

12. Der Doppelpass – einfach und sehr effektiv

13. So funktioniert der Doppelpass

14. Fazit

1. Was ist Techniktraining?

Es sollten regelmäßig einige Übungen aus dem Techniktraining in das allgemeine Fußballtraining eingebaut und einstudiert werden. Jede Situation in einem Spiel ist anders. Daher sollten die Spieler erlernen, wie sie wann am besten reagieren. Teilweise macht es Sinn, auf den Ball zu treten und zum Torwart zurückzuspielen und damit das Spiel zu beruhigen. Aber wenn die Chance auf einen Torabschluss besteht, kann es durch aus Sinn machen, eine Finte durchzuführen und zu dribbeln. Genau das ist die Kunst, abzuwägen, wann wie auf dem Platz vorgegangen wird. Techniktraining ist eine Art Grundvoraussetzung dafür, dass ein Fußballtraining oder ein Fußballspiel erfolgreich absolviert wird.

2. Keine Technik ohne ausreichend Kondition

Um ein effektives Techniktraining durchführen zu können, muss eine gewisse Kondition vorhanden sein. Denn sonst könnte der Gegenspieler eventuell mit einer Finte und Dribbeln ausgespielt, aber keineswegs abgehängt, werden. Daher sollte bereits in den Jugendmannschaften ein sehr abwechslungsreiches und ausgewogenes Fußballtraining und Techniktraining durchgeführt werden. Und wer regelmäßig an diesem teilnimmt, steigert mit der Zeit ganz automatisch seine Kondition. Und dann kann er sich auch besser auf die Finten, das Dribbeln und allgemein auf das Techniktraining konzentrieren. Hierbei verbessern die Spieler im Idealfall auch ihre Körperhaltung, die Kraft und erlangen ein besseres Spielverständnis. Wenn der Übungsleiter beim Techniktraining einen Fehler in der Durchführung sieht, sollte er die Übung unterbrechen und den Spielern erläutern, wie sie richtig geht.

3. Techniktraining – Übung macht auch hier den Meister

Auch beim Fußballtraining können nur Erfolge verbucht werden, wenn regelmäßig trainiert wird. Eine gute Technik ist unter anderem auch wichtig, um in einem Spiel sogenannte impulsive Momente setzen zu können, wie zum Beispiel eine ideale Ballannahme, einen Torabschluss, einen sehr präziser Pass in den Lauf, Finten oder ein gutes Kopfballspiel. Technik wird zudem auch bei sogenannten Standardsituationen wie Freistößen oder Eckbällen benötigt, um den Ball möglichst gefährlich auf das Tor zu bringen. Ein guter Fußballer kann im Idealfall nicht nur Dribbeln, sondern hat auch eine hohe Grundschnelligkeit und behält immer den Überblick. Viele Eigenschaften muss er sich hart erarbeiten, andere wurden ihm vielleicht in die Wiege gelegt. Techniktraining ist für jeden Spieler sehr wichtig, egal, welche Position er spielt.

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4. Techniktraining – Schritt für Schritt steigern

Gerade dann, wenn es sich noch um unerfahrene Spieler handelt, sollte zunächst langsam mit dem Techniktraining begonnen werden. Dadurch können sie langsam die neu erlernten Eigenschaften festigen, bevor die nächste Schwierigkeitsstufe angegangen wird. Grundsätzlich sollte ein gutes Fußballtraining von allen Trainingsmethoden etwas enthalten. Denn wie bereits erwähnt, reicht es nicht aus sehr gut dribbeln zu können oder schnell zu laufen. Die Kombination aus den einzelnen Eigenschaften ist es, die ein Fußballer benötigt, um erfolgreich zu sein.

Ständige Wiederholungen im Techniktraining sorgen auf Dauer dafür, dass die Spieler die Übungen und die Bewegungen immer mehr verinnerlichen. Im Idealfall können sie sie sogar in bestimmte Situationen im Wettkampf mitnehmen und dort anwenden, um sich den entscheidenden Vorteil zu verschaffen. Wenn also zum Beispiel im Training immer wieder geübt wird zu dribbeln oder Finten durchzuführen, wird es irgendwann auch sicherlich eine ähnliche Situation im Spiel geben. Und diese wird dann von den Spielern besser gelöst, als wenn sie nie an dem Techniktraining teilgenommen hätten. Klar ist aber auch, dass sie nur Erfolg haben werden, wenn sie einen starken Willen, eine gute Disziplin und Durchhaltevermögen haben.

5. Techniktraining – immer auch mit Spaß verbinden

Techniktraining erfordert zwar ein gewisses Maß an Disziplin, dennoch sollte hierbei aber auch nie der Spaß zu kurz kommen. Denn viele Dinge lassen sich einfacher erlernen, wenn sie mit Freude angegangen werden. Selbst die Bundesliga-Profis, die jeden Tag mehrfach auf dem Platz stehen müssen, sind häufig mit einem Grinsen zu sehen. Allerdings bekommen diese dafür auch sehr viel Geld, was in Amateurmannschaften zumeist ganz anders aussieht. Denn diese bekommen zumeist nichts für Ihre Dienste und müssen dennoch bei Laune gehalten werden. Daher ist es sehr wichtig, dass auch beim Techniktraining regelmäßig einige Übungen eingebaut werden, die einfach nur Spaß machen. Hierfür eignet sich zum Beispiel das sogenannte Fußball-Tennis, worauf allerdings noch in einem späteren Absatz genauer eingegangen wird.

6. Wieso ist Techniktraining wichtig?

Damit ein Spieler alle seine Fähigkeiten in einem Spiel zeigen kann, muss er diese regelmäßig im Techniktraining üben und im Idealfall auch festigen. Dieses hilft ihm zudem auch dabei, eine korrekte Körperhaltung einzunehmen und sich dadurch in unterschiedlichsten Situationen einen Vorteil gegenüber seinem Gegenspieler zu verschaffen. Wenn er zum Beispiel den Ball sehr eng an seinem Fuß führen kann, fällt es dem Kontrahenten deutlich schwerer, an diesen zu gelangen, ohne foul zu spielen. Daher wird im Techniktraining auch immer wieder Dribbeln (mit und ohne Gegner) geübt.

Denn jeder Fußballer sollte den Ball sicher und eng an seinem Fuß führen können, ohne dass dieser dabei unnötig weit wegspringt. Zuvor muss er ihn aber stoppen, was ebenfalls im Techniktraining geübt wird – die korrekte Ballannahme. Zudem muss er natürlich auch in der Lage sein, den Ball so präzise wie möglich flach und hoch zu passen. Doch was bringt der schönste Pass, wenn der Mitspieler diesen nicht passend verarbeiten kann? Somit wird also klar, dass es viele Situationen gibt, in denen Technik benötigt wird.

7. Gibt es beim Techniktraining Unterschiede bezogen auf die Positionen?

Grundsätzlich sollten alle Spieler einer Mannschaft am Ausdauer-, Kraft- und auch am Techniktraining teilnehmen. Denn auf jeder Position werden unterschiedliche Eigenschaften benötigt, um auf alle aufkommenden Situationen passend reagieren zu können.

1. Der Torwart

Der Torwart muss gute und präzise Bälle spielen können, denn bei ihm beginnt der Spielaufbau. Zudem agiert er in der heutigen Zeit als eine Art letzter Mann. Das heißt, dass er sich hinten anbietet und eine wichtige Anspielstation darstellt. Aus diesem Grund muss er unbedingt im Techniktraining üben, auch härter gespielte Bälle anzunehmen und nicht zu weit vom Fuß wegspringen zu lassen. Dribbeln und Finten sind für ihn aber eher unwichtig.

2. Die Abwehrspieler

Hier muss zunächst zwischen Innen- und Außenverteidigern unterschieden werden. Erstere werden im Techniktraining vor allem trainieren, kurze oder teilweise auch längere Bälle zu spielen. Des Weiteren sollten sie das Kopfballspiel und die Brustannahme üben. Außenverteidiger sollten ebenfalls regelmäßig am Techniktraining teilnehmen. Da sie in der heutigen Zeit zumeist auch offensiv agieren müssen, sollten sie Finten und Dribbeln üben. Denn nicht selten müssen sie sich mit den Flügelspielern des Gegners auseinandersetzen. Und wenn diese eine ähnliche Grundschnelligkeit haben, müssen sie anders überwunden werden, um zur Flanke oder zum Torabschluss zu kommen.

3. Die Mittelfeldspieler

Mittelfeldspieler müssen ebenfalls offensiv wie auch defensiv agieren. Sie sind für den Spielaufbau verantwortlich und sollten daher saubere und präzise Pässe spielen können. Und wenn es einmal eng wird, sollten sie in der Lage sein, sich aus dieser Situation spielerisch zu befreien. So kann im Techniktraining zum Beispiel 5 gegen 2 gespielt werden, ein Überzahlspiel, bei dem immer neue Lösungen gefunden werden müssen, damit der Gegner nicht an den Ball kommt.

Hier ist es dann von Vorteil, wenn einige Finten beherrscht werden, um ihn stehen zu lassen und die entscheidenden Meter zu gewinnen und einen Angriff einzuleiten oder selbst zum Torabschluss zu kommen. Mittelfeldspieler sollten zudem auch in der Lage sein, das Spiel mit einem Diagonalball auf die andere Seite zu verlagern. Auch das kann im Techniktraining mehr und mehr verinnerlicht werden. Wichtig ist, dass der Übungsleiter jede Woche nur einen Trainingsschwerpunkt festlegt und an diesem dann die Übungen ausrichtet.

4. Die Stürmer

Stürmer sollten idealerweise schnell sein und dabei auch noch über gute technische Eigenschaften verfügen. Denn dadurch sind sie in der Lage auch nicht besonders gut gespielte Pässe anzunehmen, zu verarbeiten und dann im Idealfall auch zum Torabschluss zu kommen. Um den Torwart zu überwinden, sollten sie zudem auch einige Finten und Tricks, wie zum Beispiel einen sogenannten Übersteiger, beherrschen.

8. Ab welchem Alter ist Techniktraining sinnvoll/nötig?

Wie bereits erwähnt, sollte am Anfang langsam begonnen werden. Ungefähr ab der D-Jugend macht es Sinn, auch Techniktraining einzuführen. Denn ab hier beginnt bei dem Nachwuchs das sogenannte Goldene Lernalter. In dieser Zeit nehmen ihre Konzentrationsfähigkeit, ihr Lernwille und auch ihre Beobachtungsgabe deutlich zu. Dadurch bieten sich dem Trainer ganz neue Möglichkeiten. Denn von nun an laufen nicht mehr alle Kinder gleichzeitig dem Ball nach, sondern überlegen sich auch selbstständig, wie sie ein Tor am besten erzielen oder verhindern können. Und genau diese Gedankengänge kann der Trainer aufnehmen und in die Übungen mit einfließen lassen. Zudem können die Spieler mittels wöchentlicher Wiederholungen die ersten fußballerischen Fortschritte erzielen.

In diesem Alter sollte das Techniktraining unbedingt im Vordergrund stehen und von Ausdauer- und Kraftübungen ergänzt werden. Denn jetzt ist zunächst einmal wichtig, dass sich der Nachwuchs mit dem Ball beschäftigt. In diesem Alter werden auch schon einige Grundlagen gelegt. Daher sollte das Fußballtraining regelmäßig auch einige technische Übungen enthalten. Denn dadurch lernen die Kleinen schon früh, wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten und wie sie mit dem Ball umgehen müssen.

9. Fußballtraining – häufige und seltene Techniken

Die unterschiedlichen Fußballtechniken werden grundsätzlich in häufige und seltene Techniken unterteilt, also danach, wie oft diese in einem Fußballspiel vorkommen. Erstere können zum Beispiel Dribbeln, Finten, Torabschluss, Ausfallschritt, flache Pässe, Ballannahme und Ballmitnahme sein. Den sogenannten seltenen Techniken werden dagegen folgende Bewegungen zugeordnet:

• Kopfball
• Flugball mit dem Innenspann
• Flugkopfball
• schwierige Finten, wie zum Beispiel der oben erwähnte Übersteiger
• Außenristpässe
• Hüftdrehstoß
• Mitnahme von Flugbällen
• Volley-Schüsse

Wenn der Trainer seine nächste Einheit zusammenstellt, sollte er genau überlegen, wie weit seine Mannschaft ist. Handelt es sich um ein Anfängerteam, sollten zunächst einmal die Grundlagen trainiert werden. Wenn es allerdings auch einige Spieler gibt, die schon weiter sind, sollten diese schon die nächsten Techniken erlernen.

10. Welche Übungen gibt es? Kann das Techniktraining auch spielerisch erfolgen?

Ja, Techniktraining kann durchaus auch spielerisch erfolgen, wie zum Beispiel unter 5. zu erkennen ist. Es gibt aber einige Bewegungsabläufe, die zunächst ohne Ball verinnerlicht werden müssen. Im Folgenden werden einige Übungen aufgelistet, durch die die Sportler ihre Technik verbessern können. Voraussetzung ist allerdings, dass sie regelmäßig und vor allem mit Ehrgeiz durchgeführt werden.

1. Der Kopfball

Wenn der Ball auf den Spieler zurollt oder zufliegt, sollte dieser sofort wissen, wie er reagieren muss. Gerade beim Kopfball ist das Timing sehr wichtig. Das Spielgerät kann in den meisten Fällen aus dem Stand oder mit Anlauf geköpft werden. Der Spieler muss überlegen, ob er den Ball volley spielt oder mit der Brust verarbeitet und dann zum Torabschluss kommt.

1.1 Das Anvisieren

Auch beim Kopfballspiel sollten die Spieler zunächst einmal die Grundtechniken erlernen. Hierzu gehört vor allem, dass die richtige Position zum Spielgerät eingenommen wird. Denn nur dann kann der Ball richtig getroffen werden. Mit der Zeit lernen sie, wie sie sich hierfür aufstellen müssen, um einen Vorteil im Luftkampf zu haben. Und um mit dem Kopf gefährlich zu sein, muss ein Stürmer noch nicht einmal besonders groß sein. Zwei bekannte Beispiele, die auf die diese Weise regelmäßig getroffen haben sind Karl-Heinz-Riedle und Ulf Kirsten. Beide waren nicht besonders groß, erzielten aber trotzdem regelmäßig Tore mit dem Kopf.

1.2 Einige Kopfball-Übungen

Es gibt unterschiedliche Kopfballübungen, die sich in das Techniktraining integrieren lassen. Sie bereiten die Spieler ideal auf verschiedene Spielsituationen vor.

1.2.2 Kopfball im Zweikampf

Bei dieser Übung wird im Techniktraining ein möglichst realistischer Kopfballzweikampf nachgestellt. Das bedeutet, dass ein Mannschaftskamerad als Gegenspieler fungiert und versucht, seinen Kumpanen zu stören. Dadurch muss dieser sich durchsetzen, um dennoch einen sauberen und kontrollierten Kopfball setzen zu können. Dabei wird ganz nebenbei auch das Gleichgewicht trainiert. Denn wenn der Spieler, der den Kopfball setzen will, bedrängt wird, muss er die Bewegung ausgleichen, um stabil zu bleiben.

1.2.3 Der einbeinige Absprung

Um den Ball perfekt zu treffen und ihm ausreichend Druck für einen Torabschluss zu verleihen, muss der Spieler ihm entgegengehen. Hierfür läuft er ihm mit einem möglichst gleichmäßigen Tempo entgegen und springt einbeinig ab. Idealerweise nimmt er hierbei auch noch die Arme mit nach oben, um noch mehr Schwung zu holen. Durch den Anlauf und den im richtigen Moment gesetzten Absprung kann der Spieler die Kraft ideal auf den Kopfball übertragen.

1.2.4 Der beidbeinige Absprung

Eine weitere sehr effiziente Übung, die regelmäßig im Fußballtraining geübt werden sollte, ist der Kopfball mit beidbeinigem Absprung. Dieser ist dann von Vorteil, wenn der Ball relativ lange in der Luft ist. Um diesen möglichst kontrolliert zu klären, können Abwehrspieler in die Hocke gehen und dann mit beiden Beinen abspringen. Dadurch können sie sich einen entscheidenden Vorteil gegenüber den gegnerischen Angreifern verschaffen und den Ball kontrolliert klären, bevor es zu einem Torabschluss kommt.

Diese Situationen können auf unterschiedliche Weisen im Fußballtraining simuliert werden. Hierfür gibt es zum Beispiel das sogenannte Fußballpendel. Hierbei handelt es sich um ein Gerüst, an dem ein elastisches Seil mit einem Ball gespannt ist. Der Spieler stellt sich unter das Spielgerät und versucht, es immer an der richtigen Stelle zu treffen, wenn es wieder auf ihn zukommt. Ob ihm das gelingt, erkennt er daran, wie sich das Seil verhält. Ist es sehr ruhig und der Ball fliegt in gleichen und geraden Bahnen, hat er ihn richtig getroffen.

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Eine weitere sehr gute Möglichkeit, um den beidbeinigen Absprung zu trainieren ist diese: Der Spieler und sein Gegenspieler stellen sich voreinander auf. Der Trainer oder ein weiterer Mannschaftskollege wirft den Ball so in die Luft, dass er theoretisch von beiden erreicht werden kann. Im Normalfall hat hierbei aber der Hintere der beiden, also der Abwehrspieler, die bessere Position und wird den Großteil der Duelle für sich entscheiden. Wichtig ist, dass der Ball immer am höchsten Punkt getroffen wird, damit der Gegner keine Chance hat, eher an diesen zu gelangen und einen Torabschluss durchzuführen. Nachdem das Spielgerät aus dem zuvor abgesteckten Spielfeld gespielt wurde, versuchen beide Spieler wieder kontrolliert und sicher zu landen.

1.2.5 Der Kopfball mit Drehung

Eine ebenfalls sehr effektive und vor allem sehr praxisnahe Übung im Fußballtraining ist der Kopfball mit Drehung. Hierbei dreht der Spieler nach dem Absprung seinen Kopf in eine bestimmte Richtung und versucht dem Ball damit beim Torabschluss oder auch beim Klären im eigenen Sechzehnmeterraum noch mehr Schwung zu verleihen. Auch diese Übung lässt sich auf unterschiedliche Weisen in das Fußballtraining integrieren, zum Beispiel in Form von Flankenläufen.

Wichtig ist, dass der Spieler nach der Ballberührung wieder möglichst gerade landet. Bei dieser Übung werden ganz nebenbei auch die Beinmuskeln trainiert, obwohl eigentlich die Technik im Vordergrund steht. Dadurch wird die oben gestellte Behauptung, dass ein gutes Fußballtraining aus unterschiedlichen und sich ergänzenden Komponenten (Schnelligkeit, Kraft, Technik, Torabschluss) bestehen sollte, bestätigt.

2. Die Ballannahme

Die Ballannahme ist im Fußball eine der wichtigsten Grundlagen. Ohne sie ist kein erfolgreiches Spiel möglich. Daher sollte die Ballannahme auf unterschiedliche Weisen regelmäßig in das Fußballtraining integriert werden. Bereits in den Jugendmannschaften kann es den Unterschied ausmachen, wenn die Spieler den Ball schon sehr gut annehmen, verarbeiten und dadurch vielleicht zu einem Torabschluss kommen können. Oder sie dribbeln nach der Annahme ein Stück und spielen dann den entscheidenden Pass zu einem Mitspieler. Wenn die Verarbeitung des Balles verinnerlicht wurde, kann ein Schritt weiter gegangen werden.

2.2 Warum ist die Technik bei der Ballannahme so wichtig?

Wer den Ball schnell und einfach verarbeiteten kann, sorgt für einen reibungslosen Spielfluss und verschafft seiner Mannschaft eventuell den entscheidenden Vorteil. Zudem kann er das Spielgerät besser kontrollieren und dann sicher zu den Kollegen spielen. Somit ist eine gute Ballannahme sozusagen die Vorbereitung auf einen sauberen Pass und kann das Risiko eines Ballverlustes deutlich verringern.

2.3 Einige Ballannahme-Übungen

1. Übung – beidfüßige Ballannahme

Bei dieser Übung müssen sich die Spieler in Zweierpaaren zusammenfinden. Die beiden Partner stellen sich ungefähr fünf Meter entfernt voneinander auf und spielen sich den Ball zu. Hierbei können sie den Fuß, mit dem sie die Annahme durchführen bei jedem Pass wechseln. Nach einigen Minuten kann der Abstand etwas erweitert werden. Jetzt können sich die Spieler auch hoch anspielen, um den Ball mit der Brust, mit dem Kopf und mit den Oberschenkeln anzunehmen und zu verarbeiten. Auch hier kann die angespielte Seite variiert werden, um auch den schwächeren Fuß zu trainieren. Ganz nebenbei übt der Gegenpart, der den Pass ausführt, lange Pässe. Und diese können im Konterspiel sehr wichtig sein.

2. Übung – Diagonalbälle annehmen

Sehr wichtig ist auch, den Ball aus einem laufenden Spiel sauber annehmen zu können. Hierfür kann der Trainer ein Viereck mit Hütchen eingrenzen und dann vier in etwa gleich starke Gruppen bilden, wobei sich jede Gruppe an einem Hütchen aufstellt. Jetzt spielt der erste Spieler der ersten Gruppe den Ball diagonal zum ersten Spieler der zweiten Gruppe. Jetzt muss dieser das Spielgerät zunächst einmal sauber annehmen und verarbeiten. Dann spielt er einen geraden Pass auf den ersten Spieler der dritten Gruppe. Derjenige, der den Ball gespielt hat, stellt sich an dem Hütchen hinten an, zu dem er den Ball gespielt hat. Dadurch entsteht eine Art Rundlauf, bei dem die Spieler unterschiedlichste Pässe verarbeiten müssen. Somit kann diese Übung im Fußballtraining sehr nützlich sein, um die Ballannahme spielerisch zu trainieren.

3. Übung – Ballannahme und Torabschluss

Wenn ein Stürmer oder ein anderer Offensivspieler in der Nähe des gegnerischen Sechzehnmeterraums den Ball gut an- und mitnimmt, stehen ihm unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Er kann ein wenig Dribbeln, eine Finte setzen, den Ball weiter spielen oder nach einer sauberen Annahme zum Torabschluss kommen. Im Fußballtraining können unterschiedliche Übungen miteinander kombiniert werden. So werden zum Beispiel Flanken auf die Stürmer geschlagen, wobei die Abwehrspieler versuchen, den Torabschluss zu vermeiden. Dadurch kommt es ganz automatisch zu den oben erwähnten Kopfballduellen und beide trainieren (Angreifer und Verteidiger) ihr Timing und können davon dann im nächsten Spiel profitieren.

4. Übung – Ballannahme und Ballmitnahme

Diese Übung ist sozusagen die Erweiterung zu der normalen Ballannahme. Im Fußballtraining gibt es unterschiedlichste Spielformen, um beide Aktionen miteinander zu kombinieren. Zum Beispiel kann der Trainer den Platz in unterschiedliche Zonen aufteilen, in die die Spieler später exakt passen müssen. Ihre Mitspieler laufen sich genau in diesem Gebiet frei und müssen den Ball annehmen, mitnehmen und in die nächste Zone spielen.

3. Die Flanke

Auch Flanken sollten im Fußballtraining regelmäßig trainiert werden. Denn wenn sie genau in den Sechzehnmeterraum gespielt werden, können sie sehr gefährlich sein. Hierfür kann das Training zum Beispiel in drei Zonen aufgeteilt werden. Die Außenbahn wird von den Flügelspielern eingenommen, die von den zentralen Mittelfeldspielern den Ball bekommen. Nun müssen sie versuchen zu dribbeln oder mit einigen Finten den gegnerischen Außenspieler zu überspielen, bis auf die Grundlinie vorzustoßen und eine Flanke zu schlagen. Entweder wird diese direkt vor das Tor gezogen oder in den Rückraum gespielt. Die Angreifer versuchen, den Ball zu verwerten und die Abwehrspieler müssen möglichst vor ihnen am Ball sein, um Torabschlüsse zu verhindern.

4. Gegenspieler Eins gegen Eins mit dribbeln ausspielen

Es gibt immer Mal wieder Situationen in einem Spiel, in denen ein Gegner im Eins gegen Eins ausgespielt werden muss. Hierfür ist es von Vorteil, wenn im Fußballtraining Dribbeln und Finten geübt wurden. Hierbei gibt es unterschiedlichste Bewegungen, die den Gegner irritieren können. Eine sehr effiziente Möglichkeit wird nun vorgestellt. Zunächst wird der Ball immer wieder unter dem Körper zwischen den Füßen hin und her gespielt. Wenn der Trainer ein Kommando gibt, wird er leicht nach vorne gespielt. Hierbei macht ein Mitspieler Druck von hinten, um die Bewegungen zu stören.

Die Kunst ist es nun, den Ball so gut abzuschirmen, dass er nicht weggespielt werden kann. Hierfür muss noch nicht einmal ein besonders breites Kreuz vorhanden sein. Denn auch das Abschirmen des Balles ist eine technische Übung, die trainiert werden kann. Hier ist es natürlich wieder von Vorteil, wenn er möglichst nah am Fuß geführt werden kann und dementsprechend wenig verspringt. Wenn der Ball richtig abgeschirmt wird, bleibt dem Gegenspieler oft nur übrig zu foulen oder es kommt ihm ein Mitspieler zur Hilfe, der zusammen mit ihm Druck aufbaut.

5. Fußballtennis

Oben wurde schon mehrfach die Übung Fußballtennis erwähnt. Zudem wurde die Frage gestellt, ob Technik im Fußballtraining auch spielerisch trainiert werden kann. Die Antwort lautet ganz klar ja! Und dafür ist Fußballtennis das perfekte Beispiel. Denn hierbei werden viele technische Bewegungen trainiert und den meisten Spielern macht diese Übung sehr viel Spaß. Zunächst werden zwei Felder von ungefähr 15 Meter x 10 Meter abgesteckt, ein Netz aufgespannt und die Spieler in vier oder fünf Teams (je nach Trainingsbeteiligung) eingeteilt.

Der Trainer lost aus, welche Mannschaft Angabe hat und übergibt ihr den Ball. Nun wird dieser wie ein Abschlag über das Netz in das gegnerische Feld gespielt. Dort darf er maximal einmal aufspringen und muss dann entweder direkt zurückgespielt werden oder die Spieler passen ihn sich volley zu. Gespielt darf der Ball mit den Füßen, den Beinen und dem Kopf. Ziel ist es wie beim Tennis, dass die gegnerische Mannschaft das Spielgerät ins Netz oder ins Aus spielt, der Ball in dessen Feld öfter als einmal auftippt oder die eigene Mannschaft den Ball so gut im Feld platziert, dass niemand herankommt. Wenn Fußballtennis regelmäßig in den Trainingsplan integriert wird, lassen sich spielerisch die technischen Fertigkeiten der Spieler verbessern. Zudem macht diese Übung den meisten Fußballern Spaß und eignet sich bestens, um das Volley-Spiel zu verbessern.

6. Der Vollspannstoß

Der Vollspannstoß ist einer der wichtigsten und gleichzeitig auch einer der schwersten Schüsse im Fußball. Wenn er richtig auf das gegnerische Tor gebracht wird, ist er aufgrund der Geschwindigkeit eigentlich immer gefährlich. Im Gegensatz zu dem sogenannten Innenseitstoß eignet sich der Vollspannstoß eher für weitere Pässe und Schüsse und eher weniger, um kürzere Distanzen zu überbrücken. Die Schwierigkeit ist, dass die Berührungsfläche zwischen dem Schuh und dem Ball deutlich kleiner ausfällt als bei anderen Fußhaltungen. Daher kann es schnell passieren, dass der Schuss eine ganz andere Richtung annimmt, als er eigentlich sollte. Wird der Ball beim Vollspannstoß aber richtig getroffen, kann er eine enorme Geschwindigkeit annehmen. Allerdings ist die Härte zunächst zweitrangig, auf eine saubere Ausführung kommt es an.

Wichtig ist zunächst eine aufrechte Körperhaltung. Jetzt läuft der Schütze möglichst frontal auf den Ball zu, ohne dabei Finten zu machen. Wichtig ist, dass er den Oberkörper leicht nach vorne hält. Denn sonst könnte es passieren, dass er den Ball zu weit unten trifft und dieser dann deutlich zu hoch und über das Tor geschossen wird.

Technischer Kreis

Der „Technische Kreis“ ist eine Organisationsform, die den Spielern die Möglichkeit gibt sich mehrmals anspielbar zu machen, das heisst den Ball zu retournieren (mit einer abgemachten Technik) und sich dann erneut in Position zu bringen um den Ball wieder annehmen zu können.

Der „Technische Kreis“ hat verschiedene Schwierigkeitsgrade und kann somit bis zu 20 Spieler beschäftigen.

4 Spieler sind stationär, Zuspieler (mit Ball) weiter davon entfernt. 4 andere Spieler bewegen sich jeder für sich vom Zentrum gegen die Zuspieler mit Ball. Sucht Augenkontakt.

 

11. Vor- und Nachteile von Techniktraining im Fußball

Vorteile:
• Verbesserung der Bewegungen
• eine gute Technik ist in vielen Situationen eines Spiels wichtig
• macht oft auch Spaß
Nachteile:
• noch nicht für die ganz Kleinen geeignet, ungefähr ab der D-Jugend

12. Der Doppelpass – einfach und sehr effektiv

Auch der Doppelpass kann eine sehr effektive Übung sein, um diverse technische Eigenschaften zu trainieren. Das Gute hierbei ist, dass er nicht schwer zu erlernen und anzuwenden ist. Der Doppelpass sollte eigentlich von jedem Fußballer beherrscht werden. Denn mit ihm lassen sich komplizierte Situationen lösen. Damit kann er eine gute und praktische Alternative zu den unterschiedlichen Finten darstellen. Mit ihm lassen sich Zweikämpfe vermeiden und Abwehrreihen überwinden.

13. So funktioniert der Doppelpass

Für einen Doppelpass werden zunächst einmal zwei Spieler benötigt. Um ihn zu üben, stellen diese sich zunächst ungefähr fünf Meter voneinander auf. Nun spielen sie sich den Ball zu, am besten direkt. Denn darauf kann die gegnerische Mannschaft im Spiel kaum regieren. Vor einigen Jahren spielte die spanische Nationalmannschaft fast nur mit direkten Pässen und wurde nicht ohne Grund Weltmeister und Europameister. Dabei wurden auch sehr viele Doppelpässe gespielt, um auch tief stehende Abwehrreihen auszuspielen. Auch wenn die Amateurmannschaften sicherlich nicht ganz so hohe Ziele haben, können auch sie von dem Doppelpass profitieren. Übrigens sollte hierbei nicht generell direkt gespielt werden, sondern nur wenn der Passweg frei ist. Und genau dafür kann der Empfänger sorgen, indem er sich von seinem Gegenspieler löst und sich freiläuft.

Die oben erwähnte einfache Passübung kann nun etwas erweitert werden. Die beiden Partner bewegen sich in unterschiedliche Richtungen und versuchen sich den Ball so exakt wie möglich zuzuspielen. Um den Schwierigkeitsgrad noch etwas zu erhöhen, wird ein weiterer Mannschaftskamerad in die Übung integriert. Er stellt den Gegenspieler dar, der versucht, die Doppelpässe zu unterbrechen. Gelingt ihm das, tauscht er mit dem Passgeber, der den Fehlpass gespielt hat, die Position. Beim Doppelpass ist Bewegung ein sehr wichtiger Punkt. Derjenige, der den Ball gespielt hat, muss sich sofort wieder freilaufen, um für eine mögliche Anspielstation zu sorgen. Genau das macht den Doppelpass aus.

Es geht nicht nur darum, einen Ball zu spielen und dann abzuschalten. Vielmehr folgt direkt ein Laufweg, sodass im Idealfall immer alle Beteiligten in Bewegung sind. Das ist für die gegnerische Mannschaft nur schwer zu verteidigen und bereitet auch vielen Defensiv-Reihen Probleme.

14. Fazit

Neben Ausdauertraining und Krafttraining ist auch Techniktraining im Fußball sehr wichtig. Ungefähr ab der D-Jugend kann damit begonnen werden. Denn von diesem Zeitpunkt an ist der Nachwuchs besser aufnahmefähig und zumeist auch daran interessiert, auch technische Dinge zu erlernen und zu üben. Dennoch sollte langsam mit dem Training begonnen werden. Zunächst einmal muss erlernt werden, wie der Ball an- und mitgenommen wird. Auch das Kopfballspiel hat sehr viel mit Technik zu tun und sollte regelmäßig trainiert werden. Hierfür kann zum Beispiel ein sogenanntes Fußballpendel zum Einsatz kommen. Oder der Trainer baut eine Übung auf, an der Offensiv- wie auch Defensivspieler teilnehmen.

Die Flügelspieler schlagen Flanken in die Mitte und die Stürmer versuchen diese durch ein gutes Timing zu verwerten, was die Verteidiger vermeiden wollen. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Situationen in einem Fußballspiel, indem technische Fähigkeiten von Vorteil sind. Zum Beispiel kann sich ein Spieler mithilfe von Finten aus gefährlichen Situationen befreien. Alternativ kann ihm ein Mannschaftskollege zu Hilfe kommen und mit ihm einen Doppelpass durchführen, um die Gegner auszuspielen und auf diese Weise den Ball aus der gefährlichen Zone zu bringen oder selber zum Torabschluss zu kommen.

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