Schalker U17 gelingt trotz spielerischer Unterlegenheit der Pokal-Sieg

Im Endspiel des Westfalenpokals der B-Junioren standen sich die Bundesligisten FC Schalke 04 und Borussia Dortmund in der Sportanlage Gelsenkirchen gegenüber. In einer spannenden Partie setzten sich letztlich die Schalker mit 3:2 (2:0) durch. Spielerisch überzeugten aber eigentlich eher die Dortmunder.

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Die Schalker liefen mit folgender Aufstellung im 4-4-2-System auf:
Weiner – Fisch, Czyborra, Chana Nya, Wiemann – Post, Kazelis (82. Koljic), Boujellab, Trinks (47. Klann) – Willms (61. Fleckstein), Krüger (72. Yilmaz).


Dortmund war von Beginn an präsenter. Die Gäste traten ballsicherer auf, spielten mehr Pässe und waren aggressiver in den Zweikämpfen. Schalke wiederum hatte Probleme mit dem temporeichen Spiel der Schwarz-Gelben und konnte sich in der Anfangsviertelstunde kaum aus der eigenen Hälfte befreien. Die Dortmunder hätten da schon mit 2:0 führen können, vergaben aber zwei hochkarätige Chancen, einmal trafen die Borussen nur den Pfosten.

Schalke kommt besser ins Spiel

Zwar gelang den Schalkern bis dahin nicht viel, da die Pässe im Mittelfeld nicht den Abnehmer fanden oder stark von den Dortmundern antizipiert wurden, dennoch gingen die Königsblauen in Führung. Nach einer Ecke kam BVB-Keeper Ngemba Luyambula zu ungestüm heraus und beging ein Foulspiel im Strafraum – Elfmeter. Florian Krüger trat an und verwandelte sicher (16.). Nun kamen die Schalker besser in die Partie und verlagerten das Spiel mehr und mehr in die Dortmunder Spielhälfte.

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Häufig gingen die Angriffe der Blau-Weißen über Björn Trinks. Für einen Außenspieler war er zwar nicht der Schnellste, machte dies aber mit einer starken Übersicht wett und zog häufig auch gut in die Lücken zwischen die Abwehr, um dort die Gegenspieler auf sich zu ziehen. Dies wiederum bescherte den Stürmern Dustin Willms und Krüger weitere Räume.

Bälle in die Schnittstellen

So auch in der 22. Minute. Nach einem Einwurf auf der rechten Seite gelangte der Ball an der Mittellinie zu Trinks, der das Leder stark durch die aufgerückte Abwehr spielte. Krüger erlief den Pass und startete in Richtung Grundlinie durch. Von dort spielte er den Ball flach in die Mitte, wo der mitgelaufene Willms lauerte und zum 2:0 einschob.
So sah das 2:0 aus:


Nun hatten die Schalker bis zur Halbzeitpause die Oberhand im Spiel, ein weiteres Tor sprang aber nicht mehr raus. Obwohl die Gastgeber mitunter ein starkes Pressing spielten, das beim Keeper der Gäste anging. Ein Stürmer griff den Torwart an, während der andere Angreifer die Lücke zu den Verteidigern zumachte. Im zweiten Durchgang waren dann allerdings die Dortmunder das bessere Team. Schalke verfiel wieder in das gleiche Muster wie zu Spielbeginn. Bei einer Ecke waren die Königsblauen unsortiert, Dortmund kam zum 1:2-Anschluss (46.) durch Gabriel Kyeremateng per Flachschuss.

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Doch mit einem Wechsel brachten die Schalker wieder Schwung ins Spiel. Dominik Klann kam für Trinks auf die rechte Außenbahn und sorgte dort ordentlich für Wirbel. In der 54. Minute zog er in die Mitte und spielte genau im richtigen Moment den Pass durch die Lücke auf Nassim Boujellab, der alleine vor Torwart Luyambula eiskalt blieb und das 3:1 erzielte.

Defensive stärken

Die Sache war aber noch nicht gegessen, weil Dortmund in der Offensive immer noch sehr aktiv blieb und im Eins gegen Eins öfters Erfolg hatte. Daher mussten die Schalker häufiger auf Fouls zurückgreifen. Eins davon war allerdings im Strafraum, sodass es erneut einen Strafstoß gab, den Jan-Niklas Beste zum 2:3 (66.) verwandelte.

Zuvor hatten die Schalker bereits gewechselt, um die Defensive zu stärken Tobias Fleckstein kam für Willms auf den Platz, die Königsblauen stellten auf ein 4-5-1-System um. Krüger war nun die einzige Spitze, während Fleckstein neben Michel Post auf die zentrale Mittelfeldposition ging.

Fazit

Schalke war den Dortmundern zwar spielerisch unterlegen, konnte sich aber in den entscheidenden Situationen besser durchsetzen und die Tore erzielen. Die zum Teil zu großen Lücken in der BVB-Abwehr konnten die Königsblauen gut für sich nutzen, wie beim 2:0 und 3:1. In der eigenen Abwehr hatten die Schalker etwas Glück, dass die Dortmunder ihre Möglichkeiten in Vielzahl vergaben.

Die Blau-Weißen agierten in der Regel immer nach dem gleichen Muster, die Angriffe führten zumeist über Außen und dann durch die Lücke in der Abwehr. Ansonsten war das Schalker Spiel mehr auf „Kick and Rush“ ausgelegt mit vielen langen Bällen aus der eigenen Defensive in die Spitze. Dies führte aber selten zu gelungenen Angriffen.

Autor: Marcel Witte

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