Der SC Freiburg mit 6 gegen 3 im taktischen Verbund

Im Vordergrund der große Trainingsplatz des SC Freiburg, im Hintergrund die, vom vielen Regen der vergangenen Tage tosende Dreisam. Der Wind toste durch die kahlen Bäume des Schwarzwaldes. Ungemütlich war es an diesem Mittwochmorgen. Christian Streich trotzte diesen Umständen und kam bereits eine halbe Stunde vor seinen Spielern auf den Trainingsplatz und stellte Hütchen für die bevorstehende Trainingseinheit auf.

Flexibles 6-gegen-3

Wie üblich liefen sich die Spieler selbstständig wenige Minuten lang warm. Direkt im Anschluss übernahm der Cheftrainer das Ruder. In zwei 18m x 18m großen Feldern, die lediglich durch einen schmalen Korridor voneinander getrennt waren, spielten drei Mannschaften sehr flexibel 6-gegen-3.

Der Ablauf sah so aus: es gab drei Mannschaften mit je 6 Spielern. Zwei Mannschaften gingen in die Felder, eine Mannschaft hatte die Aufgabe, den Ball zu erobern. Das Ziel war es, dass die ballführenden Mannschaften mit wenigen Kontakten, aber geduldig und kontrolliert, den Ball ins andere Feld spielten. Um den gewöhnlichen Spielaufbau zu simulieren, wurde der Ball dort bis in die letzte Reihe durchgereicht.

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Schaffte es die ballbesitzende Mannschaft den Ball ins andere Feld zu passen, wechselte die defensive Mannschaft hinterher und musste wiederum den Ball erobern, diesmal jedoch die drei Spieler, die vorher nicht verteidigten. Bei Balleroberung wechselten die Aufgaben, die Mannschaft, die den Ball verlor, wurde zur defensiven Mannschaft.



Nun zu den Besonderheiten dieser Übung. Innerhalb der Mannschaften gab es zwei Gruppen, jeweils drei offensiv und drei defensiv ausgerichtete Spieler. Im Ballbesitz wurden zwei Dreierketten gebildet. Wie bereits erwähnt, stellte sich eine Kette an die Grundlinie und musste von dort den Ball durch eine sich öffnende Gasse zur vorderen Kette durchspielen.

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Da die drei übrigen verteidigenden Spieler sich in den Korridor zwischen den beiden Feldern stellten und einen Pass ins andere Feld in zweiter Instanz verhindern sollten, bestand nun die Aufgabe für die vordere Reihe der ballbesitzenden Mannschaft darin, den Ball durchzustecken.

Christian Streich forderte von seinen Spielern, dass sie den Ball in der hinteren Reihe nicht allzu lange hielten, da die Verteidiger sonst kontinuierlich Druck aufbauen konnten. Weiterhin wurde ein engagiertes Zweikampfverhalten verlangt, allen voran Amir Abrashi beherzigte diese Vorgabe in beeindruckender Weise.

Nach drei intensiven Durchgängen jeweils über 5 Minuten und einigen Unterbrechungen durch Christian Streich, in erster Linie um Neuzugang Havard Nielsen die defensive Ausrichtung des SC zu erklären, ging es weiter zur nächsten anstrengenden Übung.

9-gegen-9 in großem Feld

Wiederum zwei Felder, diesmal jedoch 30m x 50m groß, waren Grundlage für die nächste Übung. Es ging in erster Linie ums Laufen, das hat eine Vorbereitung so an sich. Doch diese Übung war besonders intensiv. Es ging darum, den Ball so lange wie möglich in den eigenen Reihen zu halten, die defensive Mannschaft jagte die Angreifer förmlich.

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Das Trainerteam forderte immer wieder ein, dass alle Spieler in Bewegung blieben. Es wurde mit drei Kontakten gespielt. Der Modus änderte sich jedoch, wenn die Spieler ihren vorher zugeordneten Gegenspieler in Manndeckung nehmen sollten. Die Kontaktbegrenzung wurde aufgehoben, besonders Vincenzo Grifo lief seinem Gegenspieler Karim Guede immer wieder mit Ball davon.




Alle 3 Minuten kam von Co-Trainer Lars Voßler das Kommando, das Feld zu wechseln. Dieser Wechsel erfolgte durch zwei Stangentore, die am Rand des Trainingsplatzes aufgestellt wurden. Im Vollsprint wurde das nächstliegende Tor durchlaufen, der erste Spieler im anderen Feld bekam den ersten Ball zugespielt und hatte wieder die Möglichkeit, mit seiner Mannschaft die erforderten acht Pässen für einen Punkt zu erspielen.

Auch in dieser Spielform wurde mit höchstem Tempo, Christian Streich bezeichnete es als „Spielgeschwindigkeit“, gespielt. Nach drei Durchgängen über acht Minuten schickte der Trainer seine Mannen in die warme Kabine.

Autor: Lars Petersson

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