Life Kinetik im Fußball – Was ist das?

Trainingsformen nach dem sogenannten Life-Kinetik-Prinzip können dabei helfen, bestimmte Prozesse im Gehirn für eine gewünschte Bewegung zu optimieren. Teilweise reichen schon kleine Änderungen aus, um bestimmte Dinge besser zu machen. Somit sollte sich jeder Trainer mit Life Kinetik Fußball beschäftigen.

Wie kann ein Spieler sein Gehirn mit bestimmten Bewegungen trainieren?

Viele Trainer haben ihr Fußballtraining bereits mit Life Kinetik erweitert. Denn der große Vorteil dieser Methode ist, dass die Sportler nur relativ wenig körperlich belastet werden und daher auch nicht mehr als sonst erschöpft sind. Wer Life Kinetik regelmäßig in sein Fußballtraining integriert, kann nach einer gewissen Zeit bei seinen Spielern folgende positive Auswirkungen bemerken:

  • verbesserte Entscheidungsfähigkeit im Fußball
  • schnellere Entscheidungsfähigkeit
  • verbesserte visuelle Wahrnehmung
  • deutlich geringere Fehlerquote im Fußball
  • verminderte Stresshormonausschüttung

Zudem kann Life Kinetik den Spielern zu einem besseren Lernverhalten verhelfen. Dadurch haben sie in vielen Situationen des Alltags einen Nutzen. Somit werden durch dieses Fußballtraining zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

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Life Kinetik ist ein effektives Fußballtraining, das Spaß macht

Die neue Trainingsform ist zum einen sehr praktisch und macht zum anderen auch Spaß. Das ist gerade im Amateurbereich ein wichtiger Punkt. Beim Life Kinetik kommt eine Kombination von diversen geistigen mit gezielten körperlichen Übungen zum Einsatz. Dadurch kann der Trainer in der Regel einen sehr hohen Trainingseffekt erzielen. Das Gehirn eines Menschen besteht aus circa 100 Milliarden Nervenzellen und kann daher sehr viele Informationen speichern. Das Problem ist nur, dass wir nur lediglich einen sehr kleinen Teil dieser Kapazität nutzen. Damit schöpfen wir nicht das komplette Potenzial unseres Gehirns aus.

Um das zu ändern, müssen wir es aus dem gewohnten Trott holen. Wir stellen es immer wieder vor neue Herausforderungen, indem wir Dinge unternehmen, die wir vorher noch nie gemacht haben. Dadurch wird das Gehirn dazu angeregt, ganz automatisch neue Verbindungen zu knüpfen. Somit ist das Motto: Lernen durch Abwechslung. Hierbei muss eine Übung nicht zwingend perfekt beherrscht werden. Wichtiger ist es, immer wieder neue und ungewohnte Hürden zu überwinden. Dabei ist Life Kinetik sehr hilfreich. Wie dieses recht einfach in das Fußballtraining integriert werden kann, wird jetzt genauer beschrieben. Zudem werden hierfür einige praktische Übungen vorgestellt.

Einige praktische Übungen für Life Kinetik im Fußball

Übung 1: Pass-Melder

Zwei Sportler stellen sich ungefähr fünf Meter voneinander entfernt auf. Nun passen sie sich einen Fußball zu und sagen dem Kollegen bei jedem Pass an, mit welchem Fuß dieser ihn annehmen beziehungsweise zurückpassen muss. Der Passempfänger hebt dann seinen gegengleichen Arm hoch. Alternativ können sich die Spieler bei jedem Pass einen kleinen Sandsack zu. Hierbei wird zunächst wiederum die gewünschte Seite der Fanghand angesagt. Denn wird diese durch eine Zahl ersetzt.

talentsichtung und life kinetik im FußballSo sind alle geraden Ziffern wie zum Beispiel 2, 4 oder 6 für links und alle ungeraden Zahlen für rechts (1, 3, 5 usw.). Was zunächst einfach klingt, ist durchaus anspruchsvoll. Denn wenn der Ball beispielsweise mit dem linken Fuß gespielt wird, muss der rechte Arm gehoben werden und umgekehrt. Dabei kommt reichlich Arbeit auf das Gehirn zu. Mit dieser Übung üben die Akteure, mehrere Aufgaben (Passen, Arm heben und Sandsack werden) zur gleichen Zeit durchzuführen.

Übung 2: Springen und schießen

Der Trainer stellt halb links und halb rechts jeweils ein Hütchen auf den Strafraum und sechs Meter in Richtung Mittellinie auf. Die Akteure teilen sich in zwei Gruppen auf. Dann stellen diese sich jeweils hintereinander an eines der hinteren Hütchen. Die ersten Akteure in den Reihen halten einen Ball in den Händen und springen auf Kommando des Coaches mit dem linken Bein nach vorne, mit dem rechten Bein nach vorne oder mit beiden Beinen gleichzeitig nach vorne.

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Sobald sie am Hütchen auf dem Strafraum angekommen sind, lassen sie das Spielgerät fallen und schießen es per Dropkick aufs Tor. Alternativ wird der Ball bei dieser Übung am Fuß geführt. Die Akteure dribbeln bis zum zweiten Hütchen und gehen an diesem mit einer Finte vorbei, die der Coach ansagt. Mit dieser Übung wird die sogenannte Überkreuzsteuerung verbessert. Denn die Spieler müssen auf Kommando schnell reagieren und dann mit dem passenden Bein abspringen beziehungsweise die richtige Finte durchführen. Zudem können sie ihre Schusstechnik verbessern.

3. Übung: Der Wurfballkreisel

Bei diesem Bewegungstraining halten die Teilnehmer zwei kleine Bälle in den Händen. Sie halten diese nebeneinander vor ihren Körper. Dabei ist es sehr wichtig, dass die Handrücken nach unten zeigen. Jetzt wird ein Ball immer wieder möglichst genau 20 Zentimeter nach oben geworfen und anschließend wieder aufgefangen. Nach einigen Wiederholungen kommt dann ein zweites Spielgerät hinzu. Der neue Ball wird aber nicht 20 Zentimeter, sondern 40 Zentimeter, nach oben geworfen. Etwas schwieriger wird es, wenn er nicht nur in unregelmäßigen Abständen nach oben geworfen, sondern nach Fang einmal in der Hand gekreist wird. Diese Bewegung kann nach links und auch nach rechts erfolgen.

4. Übung: Linienhopser

Zunächst wird mir einer Schnur oder einem breiten Klebeband ein ungefähr 50 Zentimeter lange Strecke quer vor den eigenen Füßen markiert. Jetzt springt der Sportler mit beiden Beinen über die Markierung und landet auf der anderen Seite auf dem rechten Bein. Dann hüpft er wieder zurück und landet auf dem linken Fuß. Nach einigen Wiederholungen führt er die Übung zunächst mit dem anderen Bein durch.

Life Kinetik ist im Fußballtraining eine sinnvolle Ergänzung und kein Ersatz für andere Übungen

Life Kinetik kann im Fußball eine sehr praktische Ergänzung im Nachwuchstraining und keineswegs einen Ersatz für andere Übungen darstellen. Hierfür muss der Trainer nicht mehr als eine Stunde in der Woche einplanen. Auch viele Bundesligisten nutzen diese neue Art von Bewegungstraining. Die Spieler bekommen unterschiedliche Bewegungsmuster vorgegeben und müssen diese dann so gut es geht umsetzen. Natürlich gelingt dies nicht jedem Akteur auf Anhieb. Häufig muss oft geübt werden, bis die durchaus anspruchsvollen Aufgaben gemeistert werden können. Life Kinetik kann in Mannschaftssportarten, wie eben auch im Fußball, die Handlungsschnelligkeit verbessern. Das kann in einem Spiel ein sehr wichtiger Punkt sein. Denn gerade dann, wenn zwei ungefähr gleich gute Teams aufeinandertreffen, können Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden.

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Durch Life Kinetik lernen die Spieler, einige Situationen besser zu erkennen als der Gegenspieler und sich dadurch einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Das gilt im Fußball übrigens nicht nur für die Feldspieler, sondern auch für die Torhüter. Wenn dieser schneller erkennt, wann er aus dem Kasten kommen sollte, ist er im Idealfall eine Millisekunde schneller am Ball als der Stürmer.

Bewegung ist sehr wichtig für das Gehirn

Mit vielen einfachen aber dennoch sehr effektiven Übungen kann im Fußballtraining die Gehirntätigkeit verbessert werden. Wer sich dagegen nicht genug bewegt, ist deutlich anfälliger für Stress und ist schneller müde. Durch Sport und gezielte motorische Impulse werden spezielle Sensoren im Gehirn stimuliert, wodurch das Gehirn besser arbeitet. Wichtig ist, dass sie immer unterschiedlich ausfallen. In der Gruppe macht Life Kinetik besonders viel Spaß. Denn am Anfang müssen sich die Teilnehmer erst an die ungewohnten Bewegungen gewöhnen, sodass sicherlich auch einige lustige Versuche entstehen. Die Übungen machen Spaß und fördern zudem auch den Zusammenhalt in der Gruppe. Dieser ist gerade im Fußball sehr wichtig.

Fazit

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Life Kinetik eine positive Wirkung auf die Leistungsfähigkeit von Sportlern im Fußball haben kann. Die speziellen Übungen eignen sich unter anderem auch für das Nachwuchstraining und sollten jede Woche erfolgen. Mit Life Kinetik können unter anderem auch die motorischen Grundfertigkeiten geübt werden.

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