Löw bremst Erwartungen an Jungstars

Nachdem Joachim Löw bei der Fußball-WM 2010 in Südafrika mit einem überdurchschnittlich jungen Team an den Start gegangen ist und mit dieser Mannschaft beeindruckende Erfolge erzielen konnte, bremst er nun übertriebene Euphorie bezüglich neuer Jungstars. Gegenüber der Bild am Sonntag erklärte Löw, bei Mario Götze, der mit Dortmund gerade die Meisterschale erlangt habe, André Schürle aus Mainz und Marco Reus aus Mönchengladbach handle es sich zweifelsfrei um gute Spieler, schränkte aber auch ein.

Die Frage, so Löw, sei es, wer es an die Spitze schaffe. Denn es gibt und gab immer Ausnahmetalente mit hohem Potenzial, die sich im Fußballtraining und in den ersten Ligaspielen besonders hervortun, aber nie das ganz große Format erreichen. Der Maßstab sind für Löw die Erfolskicker Thomas Müller, Sami Khedira, Manuel Neuer und Mesut Özil. Die jetzigen Jungtalente sieht Löw noch nicht im internationalen Wettkampf, denn, fügt er hinzu: ein gutes Bundesliga-Jahr reicht hierfür nicht.
Löw will sich also für künftige Aufstellungen hinsichtlich der Stars aus der vergangenen Saison noch nicht festlegen, lässt aber keinen Zweifel daran, dass er beabsichtigt, die deutsche Nationalmannschaft sowohl in der EM als auch in der WM wieder auf die obersten Tabellenplätze zu bringen. Und solange wird er gerade diese Stars wohl in der kommenden Saison mit Argusaugen beobachten – dann wird sich zeigen, ob sie wie Toni Kroos in der vergangenen Saison stagnieren oder sich weiterentwickeln. Das Potenzial ist in jedem Fall vorhanden…

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