Unten ist alles offen

Nachdem nun die Teilnehmer des Pokalendspiels in Berlin feststehen – Dortmund trifft in der Neuauflage des Finales von 2012 auf München –, schaut Fußball-Deutschland wieder auf die Bundesliga. Dort wird die Luft für Stuttgart, Hamburg, Nürnberg und Braunschweig immer dünner.

Zwar treten alle vier Teams am 31. Spieltag vor eigenem Publikum an. Doch alle treffen sie auf Mannschaften, die unter den ersten Fünf in der Tabelle stehen. So empfängt der VfB am Sonntagabend Schalke, in der Liga zuletzt sieben Mal ohne Niederlage bei nur zwei Remis. Doch auch die Schwaben haben sich etwas stabilisiert, am 30. Spieltag boten sie in Mönchengladbach eine starke Vorstellung und büßten den Sieg erst spät ein. Am Samstagabend muss der HSV gegen Wolfsburg punkten. Während die Hamburger in Hannover eine erschreckend schwache Vorstellung zeigten, schnuppern die „Wölfe“ am Qualifikationsplatz zur Champions League. Der Trend spricht für die Gäste, doch schafft der HSV eine Überraschung? Nötig wäre es, sonst zieht sich die Schlinge immer enger zu.

Am Sonntagnachmittag müssen die Nürnberger nach zuletzt drei Niederlagen in Folge gegen Leverkusen ran, die nach dem Trainerwechsel vergangene Woche wieder dreifach gepunktet haben. Die Werkself will Rang vier unbedingt halten und sich zumindest die Möglichkeit sichern, auch nächstes Jahr wieder in der Königsklasse antreten zu dürfen. Den Franken hilft nur ein Sieg, denn einfacher wird es auch nach dieser Partie nicht. Das gilt auch für Braunschweig, das Bayern München empfängt. Die Gäste, in der Liga zuletzt drei Mal sieglos bei zwei Niederlagen, wollen aber in den richtigen Rhythmus kommen für die Spiele in der Champions League gegen Real Madrid. Für Braunschweig spricht daher sehr wenig.

Punktet Mainz in Dortmund?

Könnte also sein, dass die vier Teams auf den letzten Rängen ohne Erfolge bleiben – damit könnte Hannover, das am Donnerstagabend in Frankfurt antritt, den entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt machen. Die Eintracht ist zurzeit wieder die launische Diva, im Wechsel wird gewonnen und verloren. Ebenfalls sichern kann sich Bremen mit einem Sieg gegen Hoffenheim – doch die Kraichgauer haben zuletzt fünf Mal nicht verloren (drei Siege). Bremen konnte nur eins der letzten sechs Spiele gewinnen.

Ein letzter Club, der ebenfalls noch Abstiegssorgen hat, ist der SC Freiburg, der Mönchengladbach empfängt. Die Borussia, fast sicher für die Europa League qualifiziert, hat nur eins der letzten sechs Spiele verloren (bei 13 Punkten), der SC allerdings die exakt gleiche Bilanz vorzuweisen. Das dürfte eine ausgeglichene Partie werden. In Dortmund möchte Klopp gegen seinen Herzensverein Mainz Platz zwei verteidigen, doch die Gäste streben ins internationale Geschäft – und werden alles in die Waagschale legen. Fast bedeutungslos ist dagegen das Spiel der Augsburger gegen Berlin, die Schwaben haben die internationalen Ränge nach nur einem Sieg aus den vergangenen sechs Spielen fast aus den Augen verloren.

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