7 tolle Übungen für ein besseres Ballgefühl

Um im Fussball erfolgreich zu sein, müssen unterschiedliche Fähigkeiten vorhanden sein. Unter anderem sollten die Spieler ein gutes Ballgefühl haben. Denn dieses ist in vielen Situationen eines Spiels von Vorteil. Zum Beispiel ist eine gute Ballkontrolle bei der Annahme und Verarbeitung eines scharf gespielten Passes wichtig. Um diese zu verbessern gibt es viele praktische Übungen, wovon sieben nun genauer beschrieben werden. Doch zunächst wird erst erläutert, warum ein gutes Ballgefühl im Fussball so wichtig ist.

Ausdauer mit Ball trainieren und Ballgefühl steigernWarum ist im Fussball eine gutes Ballgefühl so wichtig?

Wer den Fussball gut kontrollieren kann, kann sich in vielen Situationen eines Spiels oder Trainings einen wichtigen Vorteil verschaffen. So kommt ein Stürmer eher zum Abschluss, wenn er den Pass seines Mitspielers gut verarbeitet. Wenn er das nicht tut und ihm verspringt der Ball, kann der Abwehrspieler dazwischen gehen und den Ball klären. Oft entscheiden dabei nur Bruchteile einer Sekunde. Kann ein Spieler den Pass direkt annehmen und in seine Bewegungsrichtung mitnehmen, kann er sich ein wenig von seinem Gegenspieler entfernen.

Doch nicht nur die Feldspieler sollten über ein gutes Ballgefühl verfügen. Der Keeper ist im heutigen Fussball weitaus mehr als nur ein Spieler, der versucht, die Schüsse der gegnerischen Mannschaft zu halten. Stattdessen wird auch er mit in das Aufbauspiel einbezogen. Er ist eine Anspielstation und sollte daher ebenfalls über ein gutes Ballgefühl verfügen. Wenn seine Mitspieler nicht mehr vorwärtskommen, ist es häufig sinnvoll, hinten rum über den Keeper zu spielen. Deswegen sollte auch er wissen, wie er mit dem Ball umgehen muss. Das lässt sich im Fussballtraining mit vielen einfachen und dennoch effektiven Übungen sehr gut trainieren, an denen alle Spieler der Mannschaft teilnehmen sollten.

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Häufige Wiederholungen und Eigentraining

Im Fussballtraining sollten die Spieler immer genug Zeit haben, um neue Dinge zu erlernen beziehungsweise bereits vorhandene Fähigkeiten zu verbessern. Daher sollten die Übungen (siehe unten) regelmäßig auf dem Plan stehen. Wenn die Akteure merken, dass bestimmte Dinge immer besser klappen, wird ihr Ehrgeiz geweckt. Im Idealfall üben sie dann auch ab und zu zu Hause, um ihre Fähigkeiten noch weiter zu verbessern. Hierfür kann der Coach ihnen nach dem Fussballtraining einige einfache und dennoch sehr effektive Übungen an die Hand geben, die auch außerhalb des Fussballplatzes durchgeführt werden können.

Tipp: Übungen im Fussballtraining immer beidfüßig durchführen!

Gute Fussballer haben in beiden Füßen ein gutes Ballgefühl. Das kann in unterschiedlichen Situationen sehr hilfreich sein. Wenn ein Akteur zum Beispiel auf das Tor des Gegners zugeht und den Fussball dabei kurz vor dem Abschluss auf dem schwachen Fuß haben, brauchen sie ihn nicht auf den anderen Fuß spielen. Denn das kann dann eine Sekunde zu viel sein, in der der Verteidiger dazwischen geht und den Ball klärt. Ist der Angreifer beidfüßig, ist es dagegen egal, auf welchem Fuß er das Spielgerät hat. Daher ist sehr wichtig, dass im Fussballtraining in der Jugend mit beiden Füßen trainiert wird. So können die Akteure schon früh eine gute Ballkontrolle erlernen.

Sieben praktische Übungen für ein besseres Ballgefühl

Übung 1: Einfache Ballkontrolle

Diese recht einfache Übung kann im Fussballtraining und auch zu Hause durchgeführt werden. Sie kann entweder alleine oder in kleinen Gruppen erfolgen. Wichtig ist hierbei nicht die Schnelligkeit, sondern eine saubere Ausführung. Sie spielen den Fussball vom einen zum anderen Fuß. Dabei nutzen sie zunächst die Innenseite und fangen langsam an. Nach einigen Sekunden beziehungsweise Minuten gibt der Coach ein Zeichen, dass das Tempo gesteigert werden soll.

Wenn die Spielform in der Gruppe durchgeführt wird, erfolgt nach jedem Fußwechsel ein Pass zu einem Mitspieler. Der Trainer und der Co-Trainer schauen sich genau an, wie die Übung durchgeführt wird und geben dann eventuell auch Verbesserungsvorschläge. Wenn diese einfache Spielform regelmäßig durchgeführt, lässt sich das Ballgefühl recht schnell verbessern.

Übung 2: Jonglieren

Was wie ein Spiel aussieht, kann tatsächlich zu einer besser Ballführung führen: das Jonglieren des Balles. Jeder Spieler bekommt einen Ball und versucht, diesen so häufig und so sauber wie möglich zu jonglieren, ohne dass er den Boden berührt. Dabei sind aber die Berührungen nicht so wichtig wie eine saubere Ausführung. Die Trainingsübung lässt sich auf unterschiedliche Weisen durchführen. So kann der Coach ansagen, wie der Ball gespielt werden muss, wie zum Beispiel mit den Oberschenkeln, den Füßen, dem Kopf oder den Schultern.

Zu Beginn halten die Teilnehmer das Spielgerät in beiden Händen, lassen ihn los und beginnen, ihn zu jonglieren. Diese Trainingsübung kann auch als Wettkampf, zu Zweit oder auch in kleinen Gruppen durchgeführt werden. Beim Jonglieren ist ein gutes Timing sehr wichtig. Denn nur, wenn der Fussball im passenden Moment getroffen wird, kann er sauber nach oben gespielt werden. Wichtig ist zudem, dass diese Trainingsübung beidseitig trainiert wird. Wenn sie regelmäßig durchgeführt wird, lässt sich das Gefühl für den Ball sehr schnell und nachhaltig verbessern.

Übung 3: Die 6er-Reihe

Bei dieser Übung lernen die Teilnehmer, wie sie ihr Ballgefühl verbessern, indem sie durch mehrere Hütchen dribbeln. Sie eignet sich für alle Altersklassen und kann schnell und einfach aufgebaut werden. Die Teilnehmer stellen sich mit Ball am Fuß hintereinander vor dem Parcours auf. Dann dribbeln sie durch diesen. Der Coach gibt vor jeder Runde an, welchen Fuß und welche Seite (Innenseite oder Außenrist) sie dabei verwenden müssen.

Auch können sie den Ball mit den Stollen oder Nocken bewegen, was aber eher für Fortgeschritte geeignet ist. Am Anfang sind Fehler noch ganz normal. Mit der Zeit verbessern die Teilnehmer aber ihr Gefühl für das Spielgerät und die Ballführung. Im Idealfall kommen sie dann irgendwann ohne Hütchenberührung durch den Parcours.

Übung 4: Koordinationsspiel

Der Trainer stellt ein Starthütchen auf und platziert dann links und rechts jeweils vier flache Hütchen in einem Abstand von circa einem Meter entfernt und leicht versetzt voneinander auf. Die Spieler stellen sich hintereinander an dem Hütchen auf und der erste von ihnen setzt sich in Bewegung. Nach Signal des Trainers spielt ihm der gegenüberstehende Mitspieler einen Pass zu. Er lässt den Ball patschen und springt über die linken Hürden. Hinten angekommen bekommt er wieder einen Pass zugespielt und lässt diesen erneut patschen.

Nun springt er erneut über die linken Hürden, nun aber wieder in Richtung Mitte und die Übung beginnt von Vorne, nun aber auf der rechten Seite. Wenn der Sportler dann wieder in der Mitte angekommen ist, stellt er sich wieder hinten an und der Nächste in der Reihe durchläuft den Parcours. Bei dieser Übung werden gleich mehrere Fähigkeiten trainiert, das Ballgefühl, die Passgenauigkeit, die Koordination, die Ausdauer und auch die Sprungkraft. Wichtig ist, dass der Ball sauber gespielt und klatschen gelassen wird und die Hürden kontrolliert übersprungen werden.

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Übung 5: Aufdrehen und direkt Ballmitnahme

Der Trainer steckt ein ungefähr 20 x 20 Meter großes Spielfeld ab. In diesem baut er wie auf dem Bild zu sehen fünf Stationen auf (gelbe und rote Hütchentore), an denen sich jeweils ein Akteur aufstellt. Alle anderen Sportler stehen hintereinander bei A. Der erste in der Reihe passt zu B und ruft währenddessen entweder die Farbe Rot oder Gelb. B nimmt den Ball am passenden Hütchentor an und spielt dann zu C, der dann wieder zu dem nächsten Akteur bei A passt. Nun wird auch die andere Seite mit eingebunden. Nach jedem Durchgang wird diese gewechselt.

Übung 6: Doppel-Wandspiel

Diese Übung kann hervorragend auch zu Hause durchgeführt werden. Denn hierfür werden nur ein Fussball und zwei Wände oder, wie auf dem Bild zwei einfache Bänke, benötigt. Der Sportler passt immer abwechselnd gegen diese und muss sich dabei immer wieder schnell umdrehen. Dadurch verbessert er nicht nur sein Ballgefühl, sondern auch seine Reaktionsfähigkeit. Nach einigen Wiederholungen nutzt er dann den anderen Fuß.

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Übung 7: Sohlen-Duo

Der Coach baut den Parcours wie in der Animation zu sehen auf und die Spieler nehmen die Positionen ein. Die Übung kann durchaus anstrengend sein, sodass ausreichend Pausen eingelegt werden sollten. Die Sportler passen sich wie in der Animation den Fussball zu. Jeder Passempfänger ziehen ihn mit der Sohle seitlich um das Hütchen und spielen dann wieder zu ihrem Mitspieler. Die Übung lässt sich variieren, indem die Abstände zwischen den beiden Sportlern immer mehr verkleinert wird. Dadurch wird sie noch anspruchsvoller und anstrengender. Denn sie haben einfach weniger Zeit für die Ballannahme und müssen sich öfter bewegen. Nach zehn Minuten wird eine Pause eingelegt. Wichtig ist, dass die Übung beidfüßig durchgeführt wird.

Fazit

Um im Fussball erfolgreich zu sein, sollte ein gutes Ballgefühl vorhanden sein. Dieses lässt sich mit den oben beschriebenen Übungen sehr gut trainieren. Vielen von diesen können sehr einfach und schnell aufgebaut und durchgeführt werden. Ein gutes Ballgefühl ist in vielen Situationen eines Spiels von Vorteil, um sich den entscheidenden Vorteil zu verschaffen. Das gilt für alle Mannschaftsbereiche, vom Keeper zum Stürmer. Auch die Ersatzspieler sollten gut geschult werden. Nehmen alle Spieler regelmäßig an den Übungen teil, wird auf Dauer die Mannschaftsleistung verbessert.

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