Vom Amateur- bis zum Profifussball – Das Ligasystem in Deutschland

Mit dem sogenannten Fussball Ligasystem ist die Einteilung in die unterschiedlichen Ligen in Deutschland gemeint. Hierbei kommt ein durch Aufstiege und Abstiege verzahntes System zum Tragen. Insgesamt gibt es 2.235 Ligen mit rund 31.645 Teams (Stand ist hierbei die Spielzeit 2016/2017). Durch die Ligapyramide und die unterschiedlichen Ligasysteme kann theoretisch jede Mannschaft irgendwann in die Bundesliga aufsteigen.

Wie ist der Spielbetrieb und das Ligasystem in den unterschiedlichen Ligen geregelt?

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Alle Informationen zu den verschiedenen Ligen von amateur bis professionell findest du in diesem Artikel!

Die Erste Bundesliga

In der Ersten Bundesliga, die zugleich auch die höchste deutsche Spielklasse ist, spielen 18 Vereine. Insgesamt finden 34 Spieltage statt und am Ende stehen ein Meister und zwei beziehungsweise drei Absteiger fest. Die genaue Anzahl wird dabei durch den Ausgang der Relegation mit dem drittplatzierten aus der Zweiten Bundesliga bestimmt. Jedes Team hat jeweils 17 Heim- und auch 17 Auswärtsspiele, wobei gegen jeden Gegner zwei Mal gespielt wird. Die beiden Teams, die am Ende der Saison auf den letzten beiden Plätzen stehen, steigen direkt in die Zweite Bundesliga ab.

Der Drittletzte muss sich dagegen noch in jeweils einem Heimspiel und auch einem Auswärtsspiel gegen den dritten aus der Zweiten Liga messen. Zudem vergibt die Deutsche Fußball Liga (DFL) in einem speziellen Lizenzierungsverfahren an alle Vereine eine Profilizenz, wenn diese sportlich wie auch wirtschaftlich alle Anforderungen erfüllen und organisiert zudem auch den Spielbetrieb in der Ersten Bundesliga.

Spielszene 2

 

Die Zweite Bundesliga

Auch in der Zweiten Bundesliga treten 18 Profiteams gegeneinander an. Hierbei handelt es sich um die zweithöchste Fussball Spielklasse in Deutschland. Am Ende einer jeden Saison steigen die ersten beiden Teams direkt in die Erste Bundesliga auf. Der Dritte muss dagegen noch zwei Relegationsspiele gegen den drittletzten aus der höchsten Spielklasse antreten. Das Team, dass hierbei das Nachsehen hat, muss in der nächsten Saison in der Zweiten Bundesliga antreten. Darüber hinaus steigen auch zwei Teams direkt in die Dritte Liga ab und werden in der nächsten Spielzeit von den beiden Erstplatzierten der 3. Liga ersetzt. Auch hier muss der Drittletzte gegen den passenden Dritten aus der tieferen Spielklasse antreten.

Auch in der Zweiten Bundesliga vergibt die DFL im Fussball die Profilizenz, die die Teams brauchen, um am Spielbetrieb teilzunehmen.

Ligasystem der Dritten Liga

In der Dritten Liga spielen im Fussball dagegen 20 Mannschaften. Zudem ist sie die tiefste voll-professionelle Liga. Die beiden Ersten nehmen in der Folgespielzeit an der Zweiten Liga teil und der Drittplatzierte muss in die Relegation gegen das Team, dass am Ende der Saison auf dem drittletzten Platz der Zweiten Bundesliga steht, antreten. Auch wenn die Dritte Liga rein auf dem Papier noch als Profiliga angesehen wird, ist es anders als die Erste Bundesliga und auch die Erste Bundesliga keine DFL-Lizenzliga. Aus diesem Grund heißt sie auch nicht Dritte Bundesliga, sondern einfach nur Dritte Liga.

Diese wird von dem DFB organisiert. Unter anderem erteilt dieser an die Vereine eine sogenannte „Drittliga-Lizenz“. Dabei handelt es sich um eine Zulassung, die dazu berechtigt, am Spielbetrieb der Dritten Liga teilzunehmen. Eine Besonderheit ist auch, dass in dieser Spielklasse noch die sogenannten Zweitmannschaften von DFL-Lizenzvereinen mitspielen dürfen, wie zum Beispiel die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund oder dem Vfl Bochum.

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Ligasystem der Regionalligen

Die Regionalliga Ligasysteme im Fussball seit der Saison 2012/2013

Laut der offiziellen Ligasysteme sind die unterschiedlichen Regionalligen die vierthöchste deutschen Spielklassen. Zugleich handelt es sich auch um die höchste Amateurliga. Daher herrschen auch bei den meisten teilnehmenden Teams in Sachen Infrastruktur, Betreuerstab und auch Bezahlung der Spieler, semi-professionelle Strukturen vor. Im Gegensatz zu den Profiligen werden die Regionalligen nicht einheitlich und bundesweit organisiert. Stattdessen erfolgt in diesen (in der Einteilung Nord, Nordost, Südwest, West und Bayern) eine separate Einteilung. Eine Vorgabe in diesem Ligasystem ist allerdings, dass in allen Regionalligen zwischen 16 Teams und 18 Teams spielen.

Zumeist erfolgt die Organisierung hierbei durch den jeweiligen namensgebenden Regionalverband. Nur bei den Ligen Südwest wie auch Bayern sind dafür die Landesverbände zuständig. Wenn eine Mannschaft aus der Dritten Liga absteigt, wird sie der passenden Regionalliga zugeordnet, in der sie dann in der nächsten Spielzeit spielen wird. Die oben erwähnten zweiten Teams eines Profi Vereins dürfen nur an der dritthöchsten Klasse teilnehmen, wenn Letztere mindestens in zweithöchsten Spielklasse spielt. Denn sonst könnte es passieren, dass zwei Mannschaften eines Vereins gegeneinander antreten müssten.

Fussballfeld, Manschaften

Die Oberligen

Unter der Regionalliga kommen im Fussball keine einheitlichen Ligasysteme mehr zum Einsatz. Auch wird hierbei nicht mehr die in den Profiligen typische Pyramidenstruktur angewandt. Denn der Spielbetrieb wird in jeder Oberliga einzig und allein von den zuständigen Regionalverbänden beziehungsweise Landesverbänden organisiert. Dabei kommen unterschiedliche Ligasysteme zum Einsatz. Insgesamt gibt es 21 Landesverbände im Fussball, wovon diese acht ihr Oberliga in Eigenregie regeln und organisieren:

  • Hessen
  • Bremen
  • Mittelrhein
  • Westfalen
  • Schleswig-Holstein
  • Hamburg
  • Niederrhein und
  • Niedersachsen

Die meister aller Oberligen und auch die Meister der zwei Verbandsligen im Fussball rutschen direkt in die passende Regionalliga auf. Ausnahmen sind hierbei der Sieger der Oberliga Hamburg, der sogenannten Bremen-Liga und auch der Oberliga in Schleswig-Holstein. Denn diese nehmen dann noch gemeinsam mit dem Vizemeister aus der Niedersachsen-Liga an einer Aufstiegsrunde in die Regionalliga teil. Der Meister aus der Oberliga Westfalen steigt direkt in diese auf.

Ligasysteme der Verbandsliga beziehungsweise Landesliga

Die sechste Ebene des Ligasystems im Fussball wird ebenfalls von den Landesverbänden selber organisiert. Hierbei handelt es sich um Verbandsliga oder Landesliga. In diesen gelten dann wiederum diverse unterschiedliche Regeln.

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Unterhalb der Ebene der Landesverbände schließen sich diverse Bezirks- oder Kreisverbände an. Deren Verbandsgebiete entsprechen dabei oft den politischen Grenzen von Landkreises, Regierungsbezirken oder auch von kreisfreien Städten. In den meisten Fällen ist die Kreisliga die tiefste Spielklasse im Fussball. Die Spielklasseneinteilung kann hierbei von Region zu Region oder von Kreis zu Kreis recht unterschiedlich ausfallen. Denn diese hängt in erster Linie davon ab, wie viele Menschen sich zum Spielbetrieb anmelden. Zudem kann es in diesen Ligen auch immer Mal während einer Saison vorkommen, dass sich das ein oder andere Team abmeldet.

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