Dortmund im kreativen Positionsspiel zum Sieg gegen Frankfurt

Taktikreport: Borussia Dortmund – Eintracht Frankfurt: Am 14.02.2020 kam es im Dortmunder Signal Iduna Park zum Aufeinandertreffen von Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt.

Borussia Dortmund

Offensiv

Im Spielaufbau agierte Borussia Dortmund variabel aus einer 3er-Kette (Bild 1) oder 4-Kette (Bild 2) heraus. Hierbei versuchte die Abwehrkette durch Seitenverlagerungen eine Flügelposition frei zu spielen, um daraufhin einen Tempowechsel zu initiieren. Mit Hakimi (rechte Seite) und Guerreiro (linke Seite) gelang dieses Vorhaben auch sehr gut, da beide Spieler die nötige Dynamik mitbringen, um das Spieltempo zu beschleunigen.

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Jedoch war es den beiden Flügelspielern nicht nur aufgrund der Seitenverlagerungen möglich das Spiel anzutreiben, sondern wurde auch durch die clevere Positionierung von Haaland, Sancho und Hazard begünstigt, da sie die Abwehrkette im Zentrum binden konnten und somit die „Linie“ freihielten (Bild 3 & 4). Sofern es für die Flügelspieler keinen Raum für einen Tempodribbling gab, besetzen Hazard und Sancho die Flügelposition in der Tiefe und Halbraumposition, um immer wieder Dreiecke herzustellen (Bild 5).

Defensiv

Borussia Dortmund agierte, wie schon in der Offensive, sehr variabel. Zum Einen agierte der BVB hoch und störte den Gegner frühzeitig im Spielaufbau. Das hohe Anlaufen der Dortmunder provozierte lange Bälle, mit der die Abwehrkette um Hummels, Zagadou und Piszczek zu keinem Zeitpunkt Probleme hatte (Bild 6).

Zum Anderen zogen sich die Dortmunder ins Mittelfeldpressing zurück, verdichtete das Zentrum und lenkte das Frankfurter Offensivspiel so auf die Außenbahn (Bild 7). Bei gegnerischen Angriffen über den Flügel wurde aus der bestehenden 5er-Kette eine 4er-Kette, da der ballnahe Außenverteidiger aus der Kette herausschob, um Druck auf den Gegenspieler zu geben (Bild 8).

Eintracht Frankfurt

Offensiv

Eintracht Frankfurt agierte der Offensive mit einer statischen Grundformation im 4-2-3-1 (Bild 9). Vereinzelt ließ sich innerhalb der zweiten Halbzeit Ilsanker zwischen die Innenverteidiger fallen, um den Spielaufbau zu unterstützen (Bild 10). Überwiegend verteidigte Frankfurt in einer Mischform aus Abwehr- und Mittelfeldpressing.

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Nach Ballgewinnen sollte der Raum zum gegnerischen Tor mit tiefgespielten Pässen schnellstmöglich überbrückt werden. Hierbei wurden oftmals hohe Bälle auf Silva (zentraler Stürmer) gespielt, der sich in den meisten Fällen jedoch nicht durchsetzen konnte. Weiteres konnten auch die zweiten Bälle nicht gewonnen werden, so dass das Frankfurter Offensivspiel über die gesamte Spieldauer keine Durchschlagskraft besaß.

Defensiv

Den überwiegenden Teil der Spielzeit verteidigte Eintracht Frankfurt in einer Mischform aus Abwehr- und Mittelfeldpressing. Dabei wollten sie die Borussen ins Zentrum lenken, um dort Ballgewinne zu generieren (Bild 11 &12). Dieses Vorhaben ging jedoch nicht auf, da das Zweikampfverhalten über den gesamten Spielverlauf zu passiv war – „begleitendes Verteidigen“.

Der Seitenwechsel brachte im Frankfurter Defensivspiel eine kleine Änderung, da nun teilweise im 4-2-4 System verteidigt wurde (Bild 13). Nach den Gegentoren 2 und 3 ging Frankfurt situativ ins Angriffspressing über, um den Dortmunder Spielaufbau frühzeitig zu stören.

Fazit

Über die gesamte Spieldauer war Borussia Dortmund das bessere Team. Durch das sehr variable Positionsspiel erarbeitete sich der BVB eine klare Feldüberlegenheit mit einer Vielzahl von Torchancen. Dem entgegen spielte Eintracht Frankfurt über die gesamte Spielzeit passiv im Defensivverbund und harmlos sowie kreativitätsarm im Offensivspiel, so dass das Endergebnis von 4:0 für den BVB vollkommen gerechtfertigt ist.

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