BVB-Training: Blitzartiges Umschalten von Defensive auf Offensive

Die Spieler des BVB liefen sich zu aller erst geschlossen 2 Platzrunden warm. Danach folgte spezifisches Aufwärmen mit einer Kombination aus Lauf-ABC und Ballarbeit. Die Spieler wurden in 2 Gruppen aufgeteilt. Gruppe A lief zuerst von der Mittellinie in die linke Spielfeldhälfte, Gruppe B lief in die rechte Hälfte (s. Bild). Gruppe A führte dabei immer Übungen zum Aufwärmen des Körpers durch (Armkreisen, Lauf-ABC etc.), Gruppe B dribbelte unter verschiedenen Vorgaben mit dem Ball, um auch das Ballgefühl zu schulen.

Wieder an der Mittellinie angekommen, tauschten die Gruppen direkt die Seiten und führten jeweils die andere Übung aus. Nach 5 Minuten dehnten sich die BVB-Profis im Kreis um sich zu lockern und die Muskulatur weiter auf die Trainingseinheit vorzubereiten. Danach folgte ein weiterer Durchgang desselben Ablaufs, nur mit etwas erhöhtem Tempo und eingebauten Sprüngen und leichten Sprints.

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7 vs. 3 auf 2 Spielfelder

Nach dem Aufwärmen ging es direkt in die erste Belastungsphase. Es wurden 2 Mannschaften á 6 Spieler gebildet und ein neutraler Spieler kam dazu. Nun wurde in einem rechten engen Spielfeld 7:3 gespielt. Das Spielfeld war in 2 Hälften aufgeteilt. Sobald die Unterzahlmannschaft den Ball eroberte, sollte sie versuchen in die andere Hälfte zu den restlichen Mitspielern zu spielen. Dann tauschten die Rollen und 3 Spieler der anderen Mannschaften kamen mit in die Hälfte um diesmal als Unterzahlmannschaft zu agieren.

Die Unterzahlspieler durften auch nach einer Weile wechseln, wenn die Belastung zu hoch und zu lange andauerte. Die Überzahlmannschaft musste mit 2 Kontakten auskommen, um schnelles Passspiel zu fördern. Das hohe Tempo wurde auch immer wieder vom Trainerteam lautstark gefordert. Die Unterzahlmannschaft musste so umso mehr laufen und hatte es deutlich schwerer, an den Ball zu kommen.

Falls die Unterzahlmannschaft den Ball eroberte, wurde direkt Gegenpressing gefordert, um den Spieler am Ball zu hindern die Hälfte zu wechseln, und den Ball direkt wieder zurückzuerobern. Mehrere Durchgänge mit 3-4 Minuten wurden gespielt, der neutrale Spieler wechselte auch.

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7 (+2 Torhüter) vs. 6

In der nächsten Spielform kamen die Torhüter dazu und es wurden 2 Tore aufgebaut. Die Torhüter durften in ihrer Zone (ca. 2-3 Meter) nicht angegriffen werden, und fungierten als Überzahlspieler bei der ballbesitzenden Mannschaft. Das Spielfeld war recht eng gestaltet dafür aber in die Länge gezogen um tiefe Anspiele oder das Überspielen von Gegenspielern zu simulieren.

Falls die Unterzahlmannschaft den Ball gewonnen hatte, musste diese sofort auf Offensive umschalten und versuchen ein Tor zu schießen. Es waren jedoch nur direkt Abschlüsse erlaubt. Die Mannschaft, die den Ball verlor, musste wiederum direkt von Offensive auf Defensive umschalten, um ein Tor zu verhindern und gegebenenfalls den Ball wieder zu erobern. Auch war das Spieltempo enorm hoch und intensive Zweikämpfe wurden geführt. Nach einigen Minuten wurde im 2. Durchgang die Aufgaben gewechselt.

Abschlussspiel 8 vs. 8

In der abschließenden Spielform wurden die Tore weiter nach hinten gesetzt und das Spielfeld auf fast 16er Breite und Hälfte der Spielfeldlänge vergrößert. Ein Spieler, der bis dahin nur individuell trainierte kam dazu und ein 7:7 + Torhüter wurde gespielt. Im ersten Durchgang war die Kontaktzahl der Spieler unbegrenzt, Abseits wurde auch abgepfiffen.

Auch hier war das Spieltempo sehr hoch, der Ball lief gut in den eigenen Reihen und die Außenspieler versuchten immer wieder im richtigen Timing hinter die Kette zu kommen, um lange Bälle oder Steckpässe zu erlaufen und im Tor unterzubringen. Die Torhüter agierten hierbei sehr oft als zentraler Aufbauspieler und hatten auch sehr viele Ballkontakte.

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Im 2. Durchgang wurde die Kontaktzahl auf 2 begrenzt um das Tempo im Passspiel nochmal zu erhöhen und so Zweikämpfen möglichst aus dem Weg zu gehen. Der dritte und letzte Durchgang war dann wieder frei und es wurden noch mehr Abschlüsse gesucht, auch aus den zweiten Reihen. Nach gut 1 Stunde und 10 min war das Training beendet.

von Bastian Häckh

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