BVB Training: Wechsel zwischen kurzen und tiefen Pässen

Am Tag nach dem Sieg gegen Athletico Madrid in der Champions League fanden sich die Reservespieler des BVB zum öffentlichen Training ein. 2 Torhüter und 13 Feldspieler nahmen am Training teil. Nach 3 Runden Einlaufen wurde direkt mit dem Training gestartet.

Übungen mit der Koordinationsleiter

Zum Warm-Up wurden zuerst einige Übungen mit der Koordinationsleiter durchgeführt. Dabei lagen 2 Leitern nebeneinander so dass, viele Wiederholungen in kurzer Zeit durchgeführt werden konnte, da immer beide benutzt wurden. So konnten die Spieler sich durch kurze geschmeidige Bewegungen auf die weiteren Belastungen des Trainings vorbereiten.

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Nach der Koordinationsleiter führten die Spieler im Kreis Stretching durch, um die Muskeln zu lockern und an der Beweglichkeit zu arbeiten. Dennoch wurde sich danach nochmal mithilfe des Lauf-ABCs intensiv aufgewärmt. Wichtig waren hier die fußballspezifischen Übungen um die wichtigen Muskelgruppen vorzubereiten. 2 Steigerungsläufe rundeten das Aufwärmprogramm ab.

Maßgabe: Wenige Kontakte & Ballmitnahme in Spielrichtung

Nun teilten sich die Spieler zu Passübungen in 2 Gruppen auf. Es wurde jeweils die gleiche Übung durchgeführt. Eine Passstafette über leicht versetzte Mitspieler die jeweils ca. 5-10 m hintereinander standen, bis zum letzten der sich durch einen leichten Dribbling-Parcours wieder nach vorne zur Ausgangsposition bewegte.

Erste Vorgabe war, dass sich der Mitspieler von seinem Gegenspieler (Dummy) löst und der innere Fuß angespielt wird, so dass sich dieser nach innen aufdrehen und den nächsten Spieler anspielen kann. Beim letzten Mitspieler in der Reihe wird ein Doppelpass um den Dummy gespielt, bevor der letzte Spieler in den genannten Dribbling-Parcours begibt.

Bei dieser Übung war es wichtig mit wenigen Kontakten, am besten zwei Kontakte, auszukommen und die Mitspieler genau anzuspielen, um ein flüssiges Spiel zu ermöglichen. Weiteres Augenmerk lag auch auf der Ballmitnahme in Spielrichtung und in bestem Fall das Spiel mit beiden Füßen.

Tiefe Pässe mit Druck

Vor dem zweiten Durchgang bekam jeder Spieler nochmals die Möglichkeit für sich selbstständig seine Problemzonen zu dehnen und locker zu machen. Die nächste Vorgabe lautete, den Mitspieler auf den äußeren Fuß anzuspielen, dieser lässt klatschen und der nächste tiefe Spieler wird angespielt. Dieser lässt wiederum auf den Spieler vor sich klatschen, welcher wieder tief spielt usw. Hier soll gezielt der äußere Fuß angespielt, damit man den Körper zwischen Ball und Gegenspieler stellen kann und ohne Ballverlust klatschen lassen kann. Auch der tiefe Ball am Gegenspieler vorbei auf die andere Seite muss präzise und mit der nötigen Passschärfe erfolgen, um zu verhindern, dass Gegenspieler im Spiel den Ball abfangen können.

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Pässe unter Kommandosprache

Im dritten Durchgang sollten die Spieler nun mit Kommandos selbst bestimmen, was der Mitspieler machen sollen. Durch die einfachen Kommandos “Dreh” und “Klatsch” und das Passen auf den jeweiligen Fuß legten die Spieler die Abläufe selber fest. Die Kommandosprache ist sehr wichtig und soll auch im Training helfen, dass sich immer unterstützend zugeredet wird, um das auch im Spiel so umsetzen zu können. So können unnötige Ballverlust vermieden werden.

5:5 + 3 freie Spieler

Zur folgenden Spielform kamen die Torhüter nach ihrem separaten Aufwärmprogramm dazu. Es wurde ein 5:5 + 3 freie Spieler gespielt. Ein freier Spieler war in der Mitte und die beiden Torhüter besetzen die Enden der langen Spielfeldseite als Anspielstation. Das Spielfeld wurde schmal und lang aufgebaut. Dadurch sollten die Spieler immer wieder die freien Räume in der Tiefe anspielen.

Der Wechsel zwischen kurzen Ballstafetten und dem öffnenden Pass in die Tiefe erfordert Umschaltvermögen, Übersicht und Passgenauigkeit. Durch das enge, schmale Spielfeld kam es zu vielen Zweikämpfen und Ballbesitzwechseln. Die ersten Durchgänge wurden mit maximal 2 Ballkontakten durchgeführt, die letzten 4-5 dann nur noch mit Direktpassspiel, um die Freilaufbewegung zu erhöhen und Passgenauigkeit zu trainieren. Spielverlagerung über die freien Spieler schaffen Platz und Räume für die anderen Mitspieler.

Wechsel zwischen Kurzpassspiel und tiefen Pässen

Zum Schluss der Einheit wurden noch Spiele auf 2 Großtore gespielt. Die Spielfeldlänge betrug etwa den doppelten 16er, in der Breite wurden auf der Seite jeweils 5m der Strafraumbreite abgeschnitten. Somit wurde auch hier auf einem eher schmaleren längeren Feld gespielt. Hierbei machte ein Spieler immer Pause, so dass ein 5:5 + Torhüter gespielt werden konnte. Auch hier war der Wechsel zwischen Kurzpassspiel zur Sicherung des Ballbesitzes und den tiefen Pässen in die Spitze oder die Räume dahinter, um Torchancen herauszuspielen, gefordert.

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Die Zweikämpfe wurden intensiv geführt und es kam zu einigen Torabschlüssen. Spielverlagerungen über den Torwart und die ständige Freilaufbewegung waren sowohl zum Herausspielen der Torchancen als auch zur Sicherung des Ballbesitzes extrem wichtig. Nach 4-5 Durchgängen und insgesamt 50 min Trainingszeit wurde das Training beendet.

von Bastian Häckh

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