Kölner Taktikschulung auf dem Trainingsplatz

Die Spieler des 1.FC Köln wussten womöglich, dass die bevorstehende Einheit eher theoretischer Natur sein würde. Entsprechend ausgiebig wurden die obligatorischen Spielereien vor Trainingsbeginn betrieben. Bestens aufgelegt zeigte sich dabei der seit kurzem kurz geschorene Leonardo Bittencourt. Mit verschiedenen Kunststücken unterhielt er sowohl seine Teamkollegen wie auch die rund 100 anwesenden Trainingskiebitze. Peter Stöger standen insgesamt 21 Spieler zur Verfügung. Lediglich Jonas Hector (verlängerter Urlaub), Marcel Hartel und Neuzugang Sehrou Guirassy (beide verletzt) fehlten.

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Lockerungsübungen und Krafttraining

Nach einem kurzen Einlaufen übernahmen zunächst die Athletik- und Rehatrainer Yann-Benjamin Kugel und Marcel Abanoz die Trainingsleitung. In einer kreisförmigen Aufstellung wurden verschiedene Lockerungsübungen mit der gesamten Mannschaft durchgeführt. Hierauf folgten Übungen, die vorwiegend auf die Kräftigung der Arm- und Brustmuskulatur zielten. Besonderes Augenmerk legten die Trainer auf eine langsame und korrekte Ausführung der jeweiligen Übung.

Systemschulung

Nachdem in den ersten Trainingswochen bereits wesentliche konditionelle Grundlagen geschaffen wurden, intensiviert das Trainerteam um Peter Stöger inzwischen seine Bemühungen hinsichtlich der taktischen Schulung. Dabei steht unter anderem das Einstudieren des 5-4-1 beziehungsweise 3-5-2 Systems im Vordergrund. Eine Variante mit der die Kölner bereits in der letzen Saison häufiger angetreten sind.

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Zur Schulung des geschlossenen Verschiebens bei gegnerischem Ballbesitz positionierte Co-Trainer Manfred Schmid die Spieler systemgetreu auf einem ca. 70m langen und 50m breiten Spielfeld. Auf sein Kommando hin sollten unterschiedliche Gegenspieler (Steckstangen) attackiert werden. Hierauf mussten die ballnächsten Spieler schnellstmöglich reagieren und die jeweilige Steckstange anlaufen. Die weiteren Spieler verschoben ihre Positionen entsprechend.


Laufwege bei situationsspezifischen Besonderheiten

Schmid ließ mehrere Konstellationen durchspielen. Die Spieler wurden regelmäßig in die Ausgangsformation zurückbeordert. Kleinere Unterbrechungen nutzte der Co-Trainer zum Aufzeigen von Besonderheiten in der jeweiligen Spielsituation. Zudem wurden falsch gewählte Laufwege von Spielern korrigiert. Anschließend wurde die Vorgabe von Spielsituationen an verschiedene Spieler übertragen.

Der jeweilige Spieler musste nach Abschluss des mannschaftlichen Verschiebens erläutern, ob die Laufwege und aktuellen Positionen seiner Mitspieler korrekt waren. Ein Fokus wurde auf das Herausschieben eines Spielers der Abwehrkette gelegt. Folgt beispielsweise Dominique Heintz als linker Innenverteidiger seinem Gegenspieler ins Mittelfeld, so müssen die beiden anderen Verteidiger nach links verschieben. Zur Bewahrung der Dreierkette zieht sich der rechte Außenbahnspieler auf die hinterste Linie zurück.



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Ausklang mit 8:2

Die Trainingseinheit endete mit einem fast halbstündigen 8:2. Die Spieler teilten sich hierfür selbstständig in zwei Gruppen auf. Es durfte lediglich mit einem Kontakt gespielt werden. Das Trainerteam nutzte die Übung für ausführliche Gespräche und Beratungen. Die Spieler waren somit ohne spezifische Betreuung. Nach dem Büffeln der Theorie hellte sich die Stimmung dabei wieder zunehmend auf. Besonders engagiert zeigte sich nach Trainingsende Konstantin Rausch. Der Neuzugang aus Darmstadt versenkte einige Freistöße sehr sehenswert in das von Trainingshospitant Jan Schlaudraff gehütete Tor.

Autor: Gereon Klostermann

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