Die wahre Grundlage der Kopfballtechnik

Tatsache ist, dass ein gutes Kopfballtraining selbst im Amateurfußball immer wieder vernachlässigt wird. Der Ballkontakt per Kopf ist beim Fußball ohne Zweifel sehr wertvoll, auch wenn es sich beim Kopfball selbst meist nur um einen Bruchteil der gesamten Ballkontakte während des Spiels handelt. Ein gut platzierter, perfekt ausgeführter Kopfball kann nämlich über Sieg oder Niederlage entscheiden. Aus diesem Grunde ist es auch bei Jugendmannschaften ratsam, das Kopfballspiel in jeglichen Spielsituationen zu trainieren. Die Kopfballtechnik ist hierfür ausschlaggebend, zumal Stürmer und Verteidiger sie gleichermaßen gut beherrschen sollten. Wer die Kopfballtechnik beherrscht, der kann schnell zum Erfolgsgaranten seines Fußballteams werden.

Kopfballtechnik

Grundlagen der Kopfballtechnik

Beim Fußballtraining sollten, neben der Ausdauer und der Schnelligkeit, auch die verschiedenen Ball- und Kopfballtechniken einstudiert werden. Jede Situation auf dem Platz ist unterschiedlich. Die passende Ausführvariante gilt es natürlich auch immer beim Kopfball zu finden. Die Anwendung des Kopfballs ist mit Sicherheit eine komplexe Angelegenheit, zumal der Spieler auf die unterschiedlichen Gegebenheiten richtig reagieren muss. Während der Trainingsphase ist es wichtig, dass die Kopfballtechnik gut ins Fußballtraining integriert wird.

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Kommt der Ball Richtung Spieler, so sollte der Fußballer binnen kürzester Zeit wissen, wie er sich zu verhalten hat. Ist der Ball vom Stand aus zu köpfen oder muss der Spieler dem Ball entgegenlaufen bzw. den Ball anlaufen? Soll der Sportler hochspringen, um den Ball perfekt treffen zu können und wo soll der Ball hin geköpft werden? Welches Ziel soll der Spieler anvisieren? Der Trainer muss seine Zöglinge im Rahmen des Trainings darauf vorbereiten, denn solche und etliche andere Fragen bezüglich des Kopfballes müssen die Aktiven auf dem Platz spontan beantworten können, damit sie imstande sind die passende Entscheidung zu treffen.

Das Anvisieren: Beim Fußballtraining sollten die Spieler die Grundtechniken erlernen. In den meisten Situationen sind die Grundbewegungen des Kopfballspieles mehr oder weniger dieselben. Das Fußballtraining wird genutzt, um die Kopfballtechnik einzustudieren. Für den Spieler ist es im ersten Schritt wichtig, den Ball richtig einschätzen zu können. Die Wahrnehmung für den Kopfball steht am Anfang. Der Spieler visiert den herbeifliegenden Ball mit offenen Augen klar an. Dabei lernt er, die Flugbahn des Balles genau einzuschätzen.


Die Stellung zum Ball:
Der Fußballer visiert den Ball an, er korrigiert seine Stellung zum Ball. Wichtig hierbei ist, dass sich der Mannschaftssportler, je nach Spielsituation und je nach Ballflugbahn, an seine Standposition anpasst. Der Sportler stellt während des Trainings fest, wie er sich je nach Flugbahn des Balles zu verhalten hat. Ob er besser hochspringt, den Ball aus dem Stand annimmt oder ob es günstiger ist, dem Ball entgegenzulaufen.

Die Ganzkörperbogenspannung: Beim Fußballtraining geht es nicht nur darum, den Kontakt mit dem Ball über den Kopf einzulernen. Auch die entsprechende Haltung, die Art und Weise, wie sich der Spieler auf das Kopfballspiel vorzubereiten hat, sind für den Erfolg ausschlaggebend. Damit der Spieler die Ganzkörperbogenspannung richtig aufbaut, braucht es viel Übung und Geschick. Der Körper des Fußballers muss auf Spannung gebracht werden, dabei werden die Unterschenkel und der Oberkörper nach hinten gebeugt. Aus der Bogenspannung heraus ist der Spieler dann in der Lage, mit voller Kraft zum Kopfball zu gehen. Trifft der Ball genau auf die Stirnfläche, dann sollte der Sportler mit dem gesamten Körper gerade und möglichst explosiv zum Ball gehen. Auf diese Weise ist der Aktive auf dem Platz in der Position, die Geschwindigkeit des Kopfballes besser zu steuern. Beim Kopfballtraining werden die Spielsituationen nachgestellt. Durch das Kopfballtraining erlernt der Spieler, seinen Körper dem Kopfballspiel adäquat anzupassen. Damit die Bogenspannung möglich wird, muss die Rückenmuskulatur beim Fußball eine gewisse Beweglichkeit aufweisen. Wichtig dabei ist, dass die komplette Muskulatur auf Spannung gehalten wird.

Das Treffen des Balles: Beim Fußball sollte jeder angenommene Ball auch wieder korrekt zugespielt werden können. Beim Kopfball ist es mitunter deutlich schwerer, einen Ball mit hoher Flugbahn korrekt anzunehmen und ihn einem Mitspieler ideal zuzuspielen oder den Ball exakt ins gegnerische Tor zu versenken. Damit beim Kopfball eine gewisse Präzision möglich wird, gilt es für den Spieler, den Ball mit seiner Stirn mittig zu treffen. Die Kopfballtechnik wird beim Fußballtraining oftmals mit ganz einfachen Übungen erlernt. Beim Kopfballtraining ist es für die Spieler essentiell, dass sie die richtige Körperhaltung einnehmen. Den Kopf sollte der Spieler beim Kopfballspiel gerade halten und er muss dabei den ganzen Körper anspannen. Nach dem Ballkontakt sollte der Fußballer den Ball noch kurz verfolgen.

Ein gutes und effizientes Kopfballtraining

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Vor allem im Amateurfußball sollte der Trainer stets versuchen, das Kopfballtraining so durchzuführen, dass Gesundheitsschäden von vornherein ausgeschlossen werden können. Die Schaffung der geeigneten Grundlagen für die Kopfballtechnik und die Wahl gut geeigneter Bälle ist von höchster Relevanz. Beim Fußballtraining sollte der Fußballer keine Schmerzen erleiden. Der Trainer kann nur dann eine Dynamik im Kopffußball erzielen und angemessen fördern, wenn er auf die Gesundheit seiner Schützlinge achtet. Kopfbälle sollten während des Spieles nicht ängstlich oder zögerlich ausgeführt werden. Es gibt viele einfache Übungen für die Kopfballtechnik, die vor allem junge Spieler bestens nutzen können. Ein gutes und effizientes Kopfballtraining ist stets dann gegeben, wenn die Fußballer spielend auf diverse Situationen auf dem Platz vorbereitet werden.

Verschiedene Kopfballtechniken

Der gerade Kopfball ist die klassische Variante. Er entsteht aus dem Sprung, wobei es im Rumpfbereich zu einer Bogenspannung kommt. Beim schrägen Kopfball kommt die Energie zum Großteil aus der Körperdrehung und aus dem Genick. Eine Sonderform des Kopfballs nimmt der Flugkopfball ein. Nur in einer Fall- und einer Springbewegung kann der Flugkopfball ausgeführt werden. Beim Defensivkopfball geht es darum, den herankommenden Ball leicht abzufälschen, aber auch darum, den Gegner einfach bei der Ballannahme zu hindern. Bei der Kopfballtechnik ist es ausschlaggebend, die Grundformen einzustudieren. An der Art und an der Technik des Absprungs muss beim Kopfballtraining gearbeitet werden. Der Absprung kann einbeinig oder zweibeinig erfolgen. Die Trefferfläche ist meistens die Stirn. Der Trainer sollte die Spieler auf die Bein- und Armhaltung während des Sprunges aufmerksam machen. Dies ist hinsichtlich des Eigenschutzes von Bedeutung. Die Kopfballtechnik und alle dazugehörigen Formen des Kopfballspiels werden mithilfe einfacher Übungen nach und nach verfeinert und effizient weiterentwickelt.

Was müssen die Spieler physisch und psychisch mitbringen?

Die Kopfballtechnik ist in all ihren Varianten sowohl für das Angriffsverhalten als auch für das Abwehrspiel enorm wichtig. Physisch betrachtet sind alle Spieler gleichermaßen gefragt, ob klein oder groß, robust oder eher schmächtig. Jeder einzelne Spieler auf dem Feld sollte beim Fußballtraining die korrekte Technik erlernen. Jedes Fußballtraining sollte deshalb zum Thema „Kopfball“ gut organisiert und geplant werden. Stürmer sind beim Erlernen der Kopfballtechnik besonders gefordert. Je größer sie sind und je mehr Sprungkraft sie mitbringen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, beim Spiel einen Kopfball ins Tor zu kriegen. Psychisch gesehen sollten die jungen Fußballer durch das Erlernen der Kopfballtechnik gestärkt werden. Durch einen Kopfball kann eine gefährliche Situation vor dem gegnerischen Tor entstehen. Diese Situationen müssen unbedingt beim Fußballtraining einfließen, da nur mithilfe isolierter Übungen diverse Spielmomente nachgestellt werden können.

Was die Fußballer beim Fußballtraining unbedingt mitbringen müssen, sind Einsatzwille und Fleiß. Das Kopfballpendel eignet sich als Hilfsmittel hervorragend, um ambitionierten Spielern bei ihrem Vorhaben, ihre Kopfballtechnik zu verfeinern, zu unterstützen. Das Kopfballpendel besteht aus einem Balken. An diesem Balken sind verstellbare Schnüre angebracht. An der Schnur hängt ein Ball und so kann das runde Leder als Startpunkt an verschiedenen Positionen und in unterschiedlicher Höhe fixiert werden. Im Fußballtraining ist es ausschlaggebend, dass trotz Teamsport auch auf die Fähigkeiten einzelner Akteure geachtet wird. Mithilfe von zusätzlichen Trainingseinheiten sind viele Spieler in der Lage, ihre Kopfballtechnik dank dem Kopfballpendel zu verbessern. Durch das Trainieren am Kopfballpendel hilft der Fußballer nicht nur sich selbst, sondern natürlich seinem ganzen Team. Die Torgefährlichkeit durch Kopfball oder einen Flugkopfball macht sich für den spielerischen Erfolg der Mannschaft durchaus bezahlt. Beim Fußballtraining kann eine weitere Kopfballart besonders effektiv durch das Kopfballpendel trainiert werden, nämlich der gefürchtete Hechtkopfball. Zudem kann am Pendel auch optimal die Sprungkraft der Spieler geübt und verbessert werden. Jeder Spieler, der im Fußball vorankommen möchte, nutzt das Pendel, um seine Schüsse und Kopfbälle zu perfektionieren.

Kopfball-Übungen sollten im Fußballtraining angemessen integriert werden

Es gibt viele Übungen, bei denen sich die Spieler intensiv mit dem Thema „Kopfball und Kopfballtechnik“ befassen können. Die Übungen bereiten die Fußballer auf eventuelle Spielsituationen vor. Dadurch erlernt jeder Einzelne im Team die Technik von A bis Z.

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Der Kopfball im Zweikampf kommt während eines Turnierspiels immer wieder vor. Beim Fußballtraining wird bei dieser Übung ein Kopfballzweikampf nachgestellt. Ein Gegenspieler ist hierbei erforderlich. Trainiert wird bei dieser Übung der reine Kopfball, der unter Gegendruck zustande kommt. Dabei soll der Gegenspieler versuchen, den Kopfballspieler so zu bedrängen, dass es ihm schwerfällt, einen sauberen Kopfball auszuführen. Der Kopfballspieler sollte ohne Angst und mit vollem Einsatz zum Ball gehen, sodass der Gegenspieler chancenlos bleibt.

Bei der zweiten Übung wird der einbeinige Absprung geübt. Der Spieler läuft im gleichmäßigen Tempo den Ball an und springt dann einbeinig zum Ball. Dabei werden im Sprung die Arme mit nach oben geschwungen. Durch den Anlauf sollte es dem Spieler möglich sein, die mitgenommene Schwungkraft voll auf den Kopfball zu übertragen.

Eine weitere effiziente Übung, um die Kopfballtechnik zu verbessern, ist der Kopfball nach einem beidbeinigen Ansprung. Bei dieser Übung wird der Ball höher geworfen, es kann aber auch die Pendelhöhe auf eine höhere Position verlagert werden. Der Spieler springt mit beiden Beinen zum Kopfball, dabei beginnt sein Sprung in der leichten Hocke. Während des Sprungs schwingen die Arme mit nach oben und es sollte vor dem Ballkontakt mit dem Kopf eine Bogenspannung ausgebaut werden. Der Spieler sollte bei dieser Übung den Ball am höchsten Punkt treffen und danach kontrolliert und sicher wieder landen.

Der Kopfball aus dem Stand muss natürlich auch geübt werden. Der Spieler kann an einem Kopfballpendel oder durch das Ballzuwerfen eines Mitspielers trainieren. Der Ball sollte gerade und genau auf Kopfhöhe geworfen werden. Nur so kann der Fußballer den Ball aus dem Stand köpfen, ohne abspringen zu müssen. Die beiden Teamkollegen stehen bei dieser Übung ungefähr vier bis sechs Meter auseinander.

Eine vielversprechende und sehr spielnahe Übung ist der Kopfball mit Drehung. Der Körper des Fußballers wird nach dem Abspringen in der Luft in die entsprechende „Kopfrichtung“ gedreht. Je nach Richtung des Kopfballes erfolgt die Drehung zur linken oder zur rechten Seite. Wichtig bei dieser Übung ist es, darauf zu achten, dass der Spieler möglichst gerade und schnell wieder landet. Bei dieser Übung werden das schwächere und das stärkere Sprungbein bestens trainiert.

Fazit

Für viele Fußballer ist die Kopfballtechnik ein probates Mittel, um ihre Stärken und Fähigkeiten während des Spiels zu zeigen. Die verschiedenen Übungen beim Training bereiten die einzelnen Spieler auf ganz unterschiedliche Weise sehr gut auf Kopfballsituationen vor. Ob als Abwehrspieler oder als gefährlicher Stürmer: Eine ausgereifte Kopfballtechnik hat schon vielen Fußballern Ruhm und Ehre gebracht. Der Hamburger Horst Hrubesch war nicht umsonst einer der besten Kopfballtorschützen der letzten 50 Jahre, gab man ihm doch den Spitznamen „Kopfballungeheuer“. Kopfballtore sehen nicht nur spektakulär aus, nein, sie sind für den Torwart der gegnerischen Mannschaft häufig unhaltbar.

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Urheber: fotokostic / 123RF Standard-Bild