Torwarttraining bei RB-Leipzig mit Power-Bungee-Gurten

Während für die unumstrittene Nummer 1 Péter Gulásci Regeneration auf dem Programm stand, empfing Torwart-Trainer Frederik Gößling die drei weiteren Schlussmänner des Leipziger Kaders auf dem Trainingsplatz.

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10-minütiges Einlaufen

Die am Training beteiligten Torhüter Yvon Mvogo, Fabio Coltorti und Philipp Köhn begannen diese Vormittagseinheit mit einem 10-minütigen Einlaufen. Im Anschluss fanden sich die drei aus der Schweiz stammenden Torhüter und Frederik Gößling zusammen, um das Training mit 2 Passformen fortzusetzen.

Passübungen im Kreis

Bei der ersten Übung liefen die Spieler und auch der Torwarttrainer selbst im Kreis. Dabei spielten Sie sich einen Fussball mit 2 Kontakten in Laufrichtung zu. Gößling gab während der Übung immer wieder Kommandos um die Spiel- und Laufrichtung zu wechseln. Der Abstand zwischen den Akteuren betrug bei dieser Passform ca. 25-30 Meter, wodurch Sie gezwungen waren den Flachpass mit sehr viel Druck zu spielen.

Diese Passform eignet sich hervorragend um eine schnelle Seitenverlagerung über den Torhüter zu trainieren. Hierbei sollten Sie besonders auf einen sauberen Ballmitnahme, Passpräzision und eine gute Beobachtung der Laufbahn des Mitspielers Wert gelegt werden.

Die Laufbahn im Kreis wurde für die zweite Passform beibehalten. Diese Mal wurde jedoch immer im Wechsel ein Spieler mit 2 Kontakten überspielt und danach erfolgte eine direkte Ablage gegen die Laufrichtung. Auch bei dieser Übung sagte Gößling in regelmäßigen Abständen Richtungswechsel an.

Als Trainer sollten Sie ihre Torhüter bei dieser Übung dazu anhalten den überspielenden Pass mit dem zur Kreislaufbahn äußeren Fuß zu spielen. Andernfalls müssten Sie das Lauftempo stark reduzieren oder den Fuß für den Pass zu sehr auswinkeln, wodurch Passstärke verloren geht. Diese Übung eignet sich also ebenfalls hervorragend um eine schnelle Seitenverlagerung über den Torhüter erfolgreich umsetzen zu können – auch mit dem schwachen Fuß

Fangübungen mit „Bungee-Gurten“

Nachdem Gößling auch die zweite Passform beendet hatte, ging es nun mit Fangübungen weiter. Alle drei Torhüter legten sich hierfür einen „Bungee-Gurt“ um die Hüften und befestigten das andere Ende am Trainingszaun. Die Gurte sind vor allem für Sprintübungen bekannt, eignen sich jedoch auch hervorragend für das Torwarttraining.
Mvogo, Coltorti und Köhn positionierten sich seitlich zum Zaun und Gößling stellte sich den 3 Torhütern im Abstand von ca. 5 Metern frontal gegenüber. Mvogo starte die Übung mit 3 explosiven Sidesteps vom Zaun weg und musste dann direkt einen Volleyschuss aus Gößlings Händen halten. Die 3 Keeper wiederholten diese Fangübung abwechselnd.

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Der Torwart-Trainer ließ mehrere Variationen dieser Übung durchführen: Er warf die Bälle in hohem Bogen, so dass die Torhüter abspringen mussten, um den Ball über dem Kopf zu fangen. Eine weitere Form war, dass die Torhüter mit dem Rücken zum Trainingszaun standen und nach einem kurzen Sprint, einen Volleyschuss oder Drop-Kick fangen mussten. Bei der Letzten Variation mussten sie auch wieder frontal von Zaun wegspurten, um einen Ball aus der Luft zu fangen.

Diese Fangübungen zwingen die Spieler, durch den Zug auf dem „Bungee-Gurten“, genug Körperspannung aufzubauen. Denn nur so sind die Torhüter in einer stabilen Position, um den Ball kontrolliert fangen zu können.

Besonders die beiden Fangvariationen aus der Luft bereiten die Keeper sehr gut darauf vor eine Flanke unter Bedrängnis abfangen zu müssen.

Training der Orientierungsfähigkeit

Bei der letzten Übungsform der Trainingseinheit erwarteten die 3 Torhüter vier schnelle Aktionen hintereinander. Diese Übung wurde auch immer abwechselnd durchgeführt. Nach zwei kurzen direkten Pässen, jeweils rechts und links von einem Dummy, ging es direkt zum Fangen eines Volleyschusses aus spitzem Winkel über. Nachdem der Ball zurückgeworfen wurde, musste der Torhüter wieder schnell Richtung Tormitte, um zum Abschluss einen Schuss von Torhüter-Trainer Gößling zu entschärfen.

Die Abfolge von den aufeinander folgenden Aktionen eignet sich sehr gut um die Orientierungsfähigkeit von Torhütern zu schulen. Der Spieler hat bei keiner Aktion wirklich Zeit zum Tor zu schauen, weshalb er ein Gefühl dafür zu bekommen, ob er bei dem jeweiligen Schuss richtig positioniert ist. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass der Pass immer vom Fuß, welcher weiter vom Dummy entfernt ist, gespielt wird.

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Nach mehreren Durchgängen kamen die 3 Torhüter nochmals zu Gößling, welcher noch ein paar Worte an seine Spieler richtete und damit die Trainingseinheit zum Abschluss brachte.

Autor: Luis Österlein

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