Aufwärmtraining beim Fußball – Weshalb und wie?

Warum ist Aufwärmtraining wichtig?

Aufwärmtraining vor sportlicher Aktivität dient zuallererst der Einarbeitung des Körpers in den Anstrengungszustand. Er soll herangetastet werden, um erhöhter Belastung in einer vorbereiteten Verfassung begegnen zu können. Außerdem wird der Kreislauf durch Aufwärmtraining wie ein Computer hochgefahren, um den Stoffwechsel auf das Ende des Ruhezustands rechtzeitig aufmerksam zu machen.

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Notwendig für ein gelungenes Aufwärmtraining ist das rechte Maß. Die Intensität der Einheiten sollte leicht bis mäßig sein und den Körper nicht zu sehr beanspruchen. Darüber hinaus ist auch die Länge des Trainings entscheidend. Eine zu lange Dauer des Aufwärmens ruft erste Erschöpfungssymptome hervor und beeinträchtigt die spätere Leistungsfähigkeit während des eigentlichen Haupttrainings.
Welche Trainingsmethoden zum Aufwärmen gibt es vor dem Fußball?

5 gegen 2

Die beliebteste Aufwärmübung beim Fußball ist 5 gegen 2 oder auch Eckchenspiel genannt. Das Spiel kann man als eine Abwandlung vom Kinderspiel „Schweinchen in der Mitte“ verstehen. Bei 5 gegen 2 stellen sich dementsprechend viele Spieler in einem durch Hütchen abgesteckten Quadrat auf und lassen den Ball zwischen sich hin und her laufen, während 2 Spieler in der Mitte versuchen, an den Ball zu kommen. Zumeist geht es darum, dass der Spieler den Ball letztlich auch unter Kontrolle bringt. Anschließend darf er für den Spieler, der den Ball verloren hat, in eine Ecke des Quadrats. Der andere Spieler hingegen muss in die Mitte. Das Spiel kann in mehreren Varianten ausgeführt werden. Wahlweise dürfen die passenden Spieler drei, zwei oder nur einen Kontakt anwenden, um den Ball weiterzuspielen. Bei Verstoß muss der Missetäter in die Mitte und derjenige von den Balljägern, der länger in der Mitte war, darf an die Linie. Das Spiel trainiert sowohl die Passfähigkeit und BallkoAufwärmtrainingntrolle der passenden Akteure als auch die Reaktionsschnelligkeit und Antizipation der Balljäger.

Passspiele

Um die Koordination und das gegenseitige Spielverständnis zu trainieren, kann man vor dem eigentlichen Training ein Passspiel einfügen. Bei Aufwärmpassspielen geht es darum, in zwei Teams um Ballbesitz zu kämpfen. Es gibt keine Tore und folglich kein wirklich konzentriertes Ziel des Spiels. Im Vordergrund steht einzig und allein die Herrschaft über den Ballbesitz. Zumeist gelten Regeln wie beispielsweise, den Ball mit nur einem Kontakt weiterzupassen. Manche Trainer reizen ihre Spieler mit Wettbewerben, indem sie zehn Kontakte einer Mannschaft mit einem Punkt gleichsetzen und die Punkte der Mannschaften laut ansagen. Die Verlierermannschaft wird dabei im Anschluss gerne mit Liegestützen, Hocksprüngen oder Sit-Ups bestraft. Passspiele erfordern nicht unbedingt einen Fußball. Man kann sie auch mit Handbällen oder Footballs durchführen. Der taktischen Komponente des Aufwärmens tut dies keinen Abbruch. Um das tatsächliche Passspiel im Ernstfall zu trainieren, ist der Fußball letzten Endes natürlich doch unersetzlich. Passspiele fördern nicht nur Passsicherheit und taktische Finesse, sondern verkörpern gleichzeitig auch den Startschuss, der den Körper auf laufintensive Einheiten vorbereitet.

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Kurzübungen

Bei den folgenden Kurzübungen handelt es sich um eine bewährte Aufwärmstrategie. Die Spieler stellen sich alle an einer der vier Auslinien auf und blicken mit dem Gesicht in Richtung Trainer. Dieser steht etwa 20 bis 30 Meter entfernt und bildet den Zielpunkt der einzelnen Übungen. Für diese Kurzübungen gibt es eine Vielzahl verschiedener Varianten, von denen hier nur die wichtigsten behandelt werden sollen.
Bei den sogenannten Skippings sollen die Spieler bei jedem Schritt abwechselnd und in schneller Ausführung eines ihrer Knie in die Höhe heben und fast bis zum Bauch bringen. Anfersen bildet dazu den Konterpart. Beim Anfersen sollen die Spieler ebenfalls periodisch erst auf der rechten Seite das Bein nach hinten anheben und mit der Hand die Sohle oder die Ferse berühren, dann auf der anderen Seite. Für gehörig Kraft in den Oberschenkeln sorgen Ausfallschritte. Hierbei wird ein Bein mit dem Knie voran ausgefahren und im rechten Winkel auf dem Fußballen aufgesetzt. Nun muss das andere Bein nachziehen, während das Knie des anderen Beins auf den Boden gedrückt wird. Ausfallschritte provozieren jedoch bei den meisten Spielern schon ein grenzwertiges Erschöpfungsgefühl und sollten daher nicht ausgereizt werden. Am besten reduziert der Trainer deshalb den Abstand zu seinen Spielern. Wichtig bei AusfallsAufwärmtrainingchritten ist eine langsame, sehr kontrollierte Ausführung. Dies ist dem hohen Schwierigkeitsgrad geschuldet.

Intervallläufe

Intervallläufe sollen den Körper mit einer kurzen Einlaufphase an den Betriebszustand heranführen. Nach etwa zwei bis vier Bahnen über das halbe Feld gibt der Trainer das Zeichen, dass die Spieler nun eine Bahn mit der Hälfte der ihnen zur Verfügung stehenden Schnelligkeit absolvieren, ehe darauf eine Bahn im Auslauftempo folgt. Anschließend sollen die Spieler während der nächsten Bahn 80 Prozent ihrer Sprintstärke abrufen. Dies kann man beliebig mit verschiedenen Stufen wiederholen. Die maximale Sprintkraft sollte dabei höchstens zweimal angewiesen werden. Eine Dauer von zehn Minuten ist für diese Übung völlig ausreichend. Aufgrund ihrer Vielseitigkeit sind Intervallläufe nicht nur spannender als das öde Rundenlaufen aus grauer Vorzeit, sondern beanspruchen zusätzlich zur konditionellen Kompetenz auch noch die Bereiche Schnellkraft, Sprint und Kraftausdauer.

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Welche Reihenfolge beim Aufwärmtraining?

Für gewöhnlich wird mit dem angenehmen 5 gegen 2 begonnen. Dieses ist bei den Schützlingen in den meisten Fällen sehr beliebt und sorgt für eine Auflockerung der Atmosphäre. Für die weiteren Schritte gibt es keine Blaupause. Die Variationen sind den Zielen und Vorstellungen des Trainers überlassen. Die hier aufgelisteten Spielformen können und sollten sogar miteinander kombiniert werden. Wichtig ist dabei jedoch, dass die Aufwärmphase nicht überladen wird. Keinesfalls sollten Spielleiter alle Aufwärmübungen hintereinander staffeln. Es ist gesünder und besser, wenn die verschiedenen Übungen an unterschiedlichen Tagen vorgenommen werden. Dadurch ist eine hohe Flexibilität des Trainingsplans gewährleistet und auch der Spaßfaktor steigt.

Neben den bereits beschriebenen Möglichkeiten zum Aufwärmen, gibt es natürlich noch jede Menge weiterer Spiele etc. Eine Reihe von Passübungen, die ebenso ins Aufwärmprogramm integriert werden können, haben wir nachfolgend für Euch zusammengestellt:
1. Übung „Schnelles Direktspiel mit 6 Positionen
2. Übung „Schnelles Direktspiel mit 4 Positionen
3. Übung „Schnelles Direktspiel mit Doppelpass-Stafetten
4. Übung „Schnelles Direktspiel im Dreieck

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